Korbach

„Für das Mehr an Menschlichkeit“

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- Korbach (tt). Menschen, die sonst uneigennützig im Hintergrund arbeiten, standen am Mittwoch im Rampenlicht. Die Stadt Korbach zeichnete im Museum 132 Ehrenamtliche für ihr Engagement aus.

Zum zehnten Mal verlieh die Stadt Korbach am Mittwoch ehrenamtlichen Mitarbeitern eine Auszeichnung. Rund 1300 Bürger wurden bereits geehrt, „doch es ist noch lange nicht Schluss“, weiß Bürgermeister Klaus Friedrich. Denn die 240 Vereine in Korbach würden die Lebendigkeit der Stadt ausmachen. Im Wolfgang-Bonhage-Museum wurden in diesem Jahr vor allem Helfer geehrt, die sich für ältere Mitbürger einsetzen. Die 132 Geehrten kamen von der Korbacher Tafel, dem Hospizverein, den örtlichen Altenvereinen und der kirchlichen Altenhilfe. Als Dankeschön für das uneigennützige Engagement erhielt jeder eine Urkunde und eine Korbach-Tasse sowie Süßigkeiten für die Vorweihnachtszeit.

„Ehrenamtliche Mitarbeiter übernehmen ganz wichtige und unverzichtbare Aufgaben“, betonte Friedrich die Bedeutung der freiwilligen Helfer. Dabei hob er die Arbeit der einzelnen Institutionen hervor. So lobte er den Einsatz des Hospizvereins vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Anonymität im Alter. Er fand aber auch kritische Worte. So bezeichnete Friedrich den Erfolg der Korbacher Tafel als Versagen der Gesellschaft. Bei den Mitarbeitern der kirchlichen Altenhilfe und der Altenvereine bedankte sich der Bürgermeister dafür, dass hier immer jemand für hilfsbedürftige Mitmenschen da sei.

„Sie alle sorgen für ein Mehr an Menschlichkeit, Miteinander und Gemeinschaft. Deswegen bin ich stolz darauf, dass unsere Stadt solche Bürger hat wie Sie“, wandte sich der Rathauschef direkt an die Anwesenden. Um von der Verwaltungsseite einen Teil zu diesem Engagement beizutragen, wolle er sich persönlich dafür einsetzen, dass ein stationäres Hospiz nach Korbach komme.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 7. Dezember

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