Fußgängerzone und Altstadt für Einzelhandel und Gastronomie nach wie vor attraktiv

Leerstände sind in Korbacher Innenstadt kaum vorhanden

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Wenige Leerständen in der Korbacher Fußgängerzone: In das Gebäude mit der Nummer zwölf in der Professor-Bier-Straße zieht demnächst ein Sanitätshaus ein.

Korbach. In der Korbacher Innenstadt hat sich die Zahl der Leerstände deutlich reduziert. Darauf weist Wirtschaftsförderer Werner Niederquell im Gespräch mit der WLZ hin. Er betont, dass es in der Kreisstadt immer noch einen gesunden Branchenmix gebe.

Wenn Werner Niederquell über die Korbacher Innenstadt spricht, sagt er häufig folgenden Satz: „Wir haben kein Leerstandsproblem.“ Dabei nennt er Zahlen. „Wir haben 2004 damit begonnen, mit einem Ladenflächenmanagement die leer stehenden Gebäude und Gewerbeflächen wieder mit Leben zu füllen. Damals hatten wir in der Fußgängerzone und den angrenzenden Quartieren – also im zentralen Versorgungsbereich der Korbacher Innenstadt – 37 Leerstände. Heute sind es nur noch fünf bis sechs“, sagt der Wirtschaftsförderer der Stadt Korbach. 

In diesem Jahr wolle man die Zahl auf vier reduzieren. Den größten Leerstand verzeichne man aktuell im Woolworth-Gebäude im unteren Bereich der Fußgängerzone. „Es müssen noch gerichtliche Auseinandersetzungen beigelegt werden, damit dort dir weiteren Flächen bezogen werden können“, so Niederquell. Er sei aber guten Mutes, dass dieses Problem bald behoben sei. 

Niederquell redet auch gerne darüber, dass die Stadtentwicklung in Korbach nicht still stehe. „Die Umgestaltung des Bahnhofsviertels und die derzeit laufende Sanierung der Fußgängerzone bis zum Loch werden sich positiv auf Einzelhandels-, Dienstleistungs-, und Gastronomie-Ansiedlungen auswirken“, sagt er. Generell zeichne sich die Innenstadt schon jetzt durch einen gesunden Branchenmix aus. 

„Wir haben vor drei Jahren aber auch festgestellt, dass der Ruf nach einem größeren Geschäft, das junge Mode anbietet, lauter wird“, sagt der Wirtschaftsförderer. Er nennt dabei das schwedische Modehaus H&M. Zur Erinnerung: Die Textilkette wird immer wieder genannt, wenn es darum geht, einen neuen Frequenzbringer für die Fußgängerzone in die Kreisstadt zu holen. „Wir sind intensiv dabei, H&M für Korbach zu gewinnen. Es sind aber noch einige Steine aus dem Weg zu räumen“, sagt Niederquell, ohne konkret zu werden. H&M: „Interessanter Standort“ Dass die schwedische Textilkette die Hansestadt als möglichen Filial-Standort fest ins Visier genommen hat, ist durchaus möglich. 

Auf Anfrage unserer Zeitung sagte Laura Engels von der H&M-Presseabteilung: „Korbach ist für uns ein interessanter Standort. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Details kommunizieren können. Wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte.“

Zu viele Optiker

"Die City-Passage hat eindeutig an Zugkraft verloren. Damals, als der Kettschau noch mit seinen Sport- und Spielwaren drin war und es dort zudem nette Lokalitäten gab, war das ein echter Anlaufpunkt. So etwas fehlt in der Innenstadt“, sagt indes der 59-jähriger Korbacher Rainer Spröte, der sich wieder etwas mehr Leben in der Fußgängerzone wünscht. „Da ist manchmal richtig tote Hose“, sagt er. Generell sei er mit dem aktuellen Angebot aus Einzelhandel und Gastronomie aber zufrieden. „Man findet beim Bummeln alles, was man braucht. Wenn aber noch ein richtig toller Schuhladen dazu kommen würde, wäre das ideal“, sagt Spröte. Mit den ganzen Optikern kann ich jedenfalls nichts anfangen. Dass diese Geschäfte mittlerweile so häufig vorkommen, ist schon ein bisschen krank.“

Was darüber hinaus noch weitere Passanten, Einzelhändler und Gastronomen zur Situation in der Innenstadt sagen, lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der WLZ am Samstag, 15. April

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