Ein steiniger Weg

Fußgängerzone in Korbach: Bauarbeiten noch nicht mit vollem Tempo

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Zur Zeit noch eine Schotterpiste: Die Korbacher Fußgängerzone wird aufwendig umgebaut.

Korbach. Die aufwendige Umgestaltung der Korbacher Fußgängerzone wird zur Geduldsprobe: Die Bauarbeiten laufen noch nicht auf vollen Touren, der Weg durch die Bahnhofstraße ist beschwerlich. „In vier Wochen ist das Gröbste überstanden“, macht Bürgermeister Klaus Friedrich Hoffnung.

Die Fußgängerzone stellt Passanten, Anwohner, aber ebenso die Geschäftsleute derzeit auf eine harte Geduldsprobe. Die Großbaustelle zwischen Bahnhof und der Unterführung am Berndorfer Torplatz verlangt allen einiges ab. Der jungen Frau etwa, die mit dem Kinderwagen auf einem Bereich mit Schotter nur schwerlich vorankommt, den Einkaufenden, die sich an weiß-roten Baustellen-Absperrungen entlang schlängeln müssen, und den Händlern, die das am Umsatz spüren und bis zur Fertigstellung eine Durststrecke überstehen müssen. 

„Die Ladenlokale sind nur unter schwersten Bedingungen zu erreichen“, moniert Kai Schumacher (Freie Wähler) am Dienstag im Bauausschuss. Heinz Merl (CDU) stellt fest: „Die Steigung vom Loch in die Bahnhofstraße ist nur über ein instabiles Brett zu bewältigen.“ 

Auch der Bürgermeister räumt ein, dass insbesondere älteren Menschen mit Rollatoren der Weg durch die Bahnhofstraße schwer fällt. Die Baufirma habe zu groben Schotter verlegt. Friedrich: „Da muss nachgebessert werden.“ Marie-Louise Häpe vom Bauamt verweist unterdessen auf die Bemühungen um stetige Absprachen mit allen Beteiligten. 

Offenbar liegen die Arbeiten auch nicht im Zeitplan: So hat Kai Schumacher beobachtet, das die Baufirmen nur bis freitagmittags im Einsatz sind und nicht, wie ursprünglich vereinbart, in einer Sechs-Tage-Woche bis samstags. Schumacher: „Warum funktioniert das nicht wie versprochen?“ 

Die Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) habe ihre Arbeiten an Versorgungsleitungen und Hausanschlüssen noch nicht abgeschlossen, so dass die anderen Bauunternehmen ausgebremst würden, erklärt Häpe. Diese könnten noch nicht mit voller Kapazität am eigentlichen Umbau der Fußgängerzone arbeiten. „Ab kommender Woche werden sie aber mit vollem Tempo arbeiten.“

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