Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ startet in Basdorf

Der ganze Ort auf den Beinen

Basdorf - Das ganze Dorf war auf den Beinen: Den Besuch der Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ quittierten die Basdorfer am Dienstag mit großem Einsatz. Gemeinsam zeigten sie, was ihr Dorf zu bieten hat.

Am Ende herrscht Feststimmung in Basdorf: Die kleinen Zwerge der Tanzgruppe tippeln lachend vor der Kirche, der Projektchor stimmt gut gelaunt „Wie schön ist das ländliche Leben an“ und im Vorgarten der Gaststätte werden auf alten Eisen über dem Feuer Waffeln gebacken. Das ganze Dorf ist auf den Beinen – Kinder, Eltern und Senioren. Zum Auftakt der neuen Wettbewerbsrunde „Unser Dorf hat Zukunft“ macht die Bewertungskommission Halt in Basdorf. Insgesamt sind 14 Ortschaften aus Waldeck-Frankenberg und dem Main-Kinzig-Kreis dabei. Zur Belohnung winken dem Sieger 3000 Euro. Auch die Zweit- und Drittplatzierten werden belohnt. Als einziges Dorf im Landkreis nimmt Basdorf in der Gruppe der Orte teil, die sich in der Dorferneuerung befinden.Dass der kleine Vöhler Ortsteil aber noch deutlich mehr zu bieten hat, als einen frisch gestalteten Dorfmittelpunkt und schmuckes Fachwerk, macht Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert schon zu Beginn am Sportplatz klar: „Basdorf lebt von Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus“, sagt er, „aber vor allem von einem besonderen bürgerlichen Engagement“. Und das zeigt sich dann auch beim Ortsrundgang. Der beginnt mit Fritz Schäfer im Planwagen, weil es in Strömen regnet. Die acht Mitglieder der Jury, die sich aus Vertretern aus Waldeck-Frankenberg und dem Main-Kinzig-Kreis zusammensetzen, lassen sich Geschichte und Geschichten erzählen – vom Hutewald und der Dorfjugend, von alten Häusern mit neuem Leben und dem Alltag am Trappenhardt, vom Frauenstammtisch und der florierenden Direktvermarktung im Ort. Sie probieren, riechen, sehen und staunen: Philipp Höhle erzählt vom Leben mit verschiedenen Generationen im Ort, Heinrich Göbeler von seinem Hengstgestüt, Wilfried Schultze-Ueberhorst von 400 Jahre alter Landwirtschaft und Ehrenbürgermeister Harald Plünnecke aus der Historie. Andrea Beranek berichtet von Glühwein, der aus Basdorf in das ganze Land vertrieben wird, der Brite Karl Waterfeld von seiner Ankunft in Basdorf. „Wir wurden herzlich empfangen und mit offenen Armen aufgenommen“, sagt er. Und diese Atmosphäre liegt auch beim Besuch der Kommission in der Luft: Alle Vereine, von der Feuerwehr über die Landjugend bis zum Chor sind auf den Beinen, viele Unternehmer erzählen aus ihrem Alltag. Und unter dem Wahrzeichen des Ortes – der Gerichtslinde – treffen sie alle zusammen. Der Dorfplatz wird zum Festplatz. Von Theresa Demski

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