Jagdhornbläser aus Herzhausen feiern 20. Geburtstag mit musikalischem Reigen in der Henkelhalle

Geburtstagsfanfare sorgt für Stimmung

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Zum 20. Geburtstag hatten die Jagdhornbläser aus Herzhausen zum Konzert eingeladen – mit von der Partie waren auch die Buchenberger Musiker.

Vöhl - Zahlreiche Ensembles aus Jagd, Tradition und Unterhaltung sorgten für eine bis in die hintersten Reihen voll besetzte Henkelhalle beim Geburtstagskonzert der Jagdhornbläser Herzhausen.

Viel Geschick hatte Dirigent Ernst Scriba beim Zusammenstellen des Programms bewiesen und so freuten sich Musiker wie Zuhörer über einen rundum gelungenen Abend, zu dessen Trümpfen Kontraste im rechten Moment und eine geradezu ideale Steigerung der Stimmungskurve zählte.

Den Auftakt beim Konzert zum 20. Geburtstag der Jagdhornbläser Herzhausen übernahmen die Jubilare mit einem Begrüßungssignal, der „Herzhäuser Fanfare“ als ihrem Erkennungszeichen und dem zünftigen „Festmarsch“. Die Jagdhornbläsergruppe Bad Wildungen unter der Leitung von Ralf Sagel antwortete mit der stimmungsvollen „Ehrenfanfare“, dem einprägsamen „Horrido“ und der unmissverständlich geblasenen Aufforderung „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ mit der eindrucksvollen Kommunikation zwischen Parforce- und Fürst-Pless-Hörnern.

Der selten gespielte „Waschbärtod“ setzte eine heitere Schlussnote unter den Wildunger Auftritt. Mit sattem Klang und dem „Waldecker Jägermarsch“ als Erkennungslied eröffnete die Jagdhornbläsergruppe Waldeck unter der Leitung von Rolf Bernhardt ihren Reigen der geblasenen Glückwünsche und konnte sich nach dem lebhaften „Frisch auf“ auch über lebhaften Beifall freuen.

Ausreichend Zeit für lange Echos zwischen den Tälern ließ die Bläsergruppe der Waldeckischen Jägerschaft beim „Gruß aus den Bergen“. Dirigent Harald Möllmer hatte weitere einprägsame Kompositionen mit Signalfunktion aufs Programm gesetzt. Schwungvoll-mitreißend ertönte der „Jägergruß“ des Jagdhornbläsercorps Diemelsee-Rhenegge. Mit der „Andacht auf Sankt Hubertus“ blies die Formation um Jochen Schlüter einen besonders intensiven Moment des Innehaltens.

Standing Ovations

Gleich vier Solisten gaben beim Auftritt des Parforcehorn-Bläsercorps Vöhl-Edersee ihre musikalische Visitenkarte ab. Arno Klöser, Simone, Andreas und Otmar Fleck traten beim „Menuett“ aus Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik mit ihrem Instrument in den Fokus, mit der satten Klangfülle von „Sierra Madre del Sur“ klang die erste Hälfte wirkungsvoll aus.

Mit einer Überraschung für ihr jüngstes Mitglied eröffneten die Jubilare die zweite Hälfte des Programms: einer lebhaften Geburtstagsfanfare für Alexander Fleck, der am selben Tag 18 Jahre alt geworden war.

Im Hintergrund und auf der Bühne saß schon der Musikverein Buchenberg bereit für den „Jubiläumsmarsch“ von Ernst Mosch. Bei der mitreißenden Interpretation von „Glück auf, der Steiger kommt“ nahm die Stimmungskurve erneut einen rasanten Aufschwung. Musste sich Dirigent Stephan Denhof für den ersten Einsatz ans Publikum noch umdrehen, so regten sich schließlich spontan die Hände. Standing Ovations folgten als spontane Reaktion auf einen Auftritt, der die Zuhörer zum Mitklatschen animierte.

Der nächste Gipfel in einem abwechslungsreichen Konzert ließ nur so lange auf sich warten, bis sich die vereinigten Bläser von Bad Wildungen, Waldeck, Jägerschaft und Diemelsee unter der Leitung von Harald Möllmer formiert hatten. Die anschließende „Hegewaldfanfare“ erwies sich bei der geballten Bläserkraft als der Gipfel der Signalseligkeit.

Spontane Zugabe

Mit frischen Klangfarben des Posaunenchors Vöhl steuerte Kalli Müller flugs den nächsten Bläserhimmel an. Beim „Jagdliederpotpourri“ stimmten die Gäste gern in Klassiker mit ein.

Als Zugabe in Vollbesetzung spielte der Posaunenchor das Abendlied („Santa Lucia“). Im weiteren Verlauf des gemütlichen Zusammensitzens ertönten noch spontane Solozugaben von Ernst Scriba, Simone Fleck und anderen musikalisch aktiven Freunden jagdlicher Klänge. (ahi)

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