Korbach

Gegner des Müllheizkraftwerks halten Mahnwache

- Korbach (resa). Mit Schildern und Mundschutz wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach künftig ein Mal in der Woche Mahnwache halten. Der Startschuss fiel am Samstagmorgen in der Fußgängerzone.

Mit Kind und Kegel demonstrierten die Mitglieder der Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach am Samstagmorgen am Berndorfer Tor. "Die Kreisgremien kommen den gesundheitlichen Belangen der Korbacher nicht nach", beklagte Dr. Peter Koswig von der Bürgerinitiative ,"sie versagen in dieser Angelegenheit." Längst habe man zwei Toxikologen in die Kreisstadt holen wollen, um endlich herauszufinden, warum in Korbach mehr Kinder mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen hätten als in anderen Städten. "Aber es tut sich nichts", beklagte Koswig, "die Beauftragung der Experten wird vom Kreis blockiert". Das wolle die Bürgerinitiatve nicht dulden. Jeden Samstag von 11.30 bis 11.55 Uhr lädt sie nun in der Fußgängerzone zur Mahnwache ein.

Währenddessen warnen Conti-Werksleiter Lothar Salokat und Erster Kreisbeigeordneter Peter Niederstraßer, die beide zur Mahnwache gekommen waren, vor falschem Aktionismus. "Wir müssen zurück zur sachlichen Diskussion finden", betonte Salokat, "müssen uns erstmal bewusst werden, welche Fragen wir an die Toxikologen überhaupt stellen würden". Natürlich würde sich Continental seiner Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in Korbach stellen. Denn Salokat weiß: "Conitnental ist doch Teil dieser Stadt".

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