Korbacher Unternehmen „Pohlmann Mineralölwerk“ zählt zu den Gewinnern eines Motoröl-Tests

Das Geheimrezept für gutes Motorenöl

Korbach - Wer einen Oldtimer fährt, der ist auf spezielles Motoröl angewiesen. Die Zeitschrift „Auto-Bild-Klassik“ hat Schmierstoffe getestet – und einer der Gewinner ist das Korbacher Unternehmen „Pohlmann Mineralölwerk“.

„Etikettenschwindel“ oder „modernes Billigöl“: Deutliche Worte findet die Zeitschrift „Auto-Bild-Klassik“ in ihrem Test von 15 verschiedenen Motorölen für Oldtimer. Gleich sieben Hersteller der Schmierstoffe erhielten die Note „mangelhaft“, darunter das französische Unternehmen Motul. Dagegen schneidet das Produkt „Rektol“ der Korbacher Firma „Pohlmann Mineralölwerk“ mit der Note „gut“ ab. Eine bessere Note verteilte die Zeitschrift nicht und mithalten können da nur drei weitere Unternehmen. Auf dieses Ergebnis sind die Mitarbeiter des Korbacher Traditionsunternehmens stolz. „Wir sind der kleinste Ölmischer Europas, aber hier zahlt sich unsere Erfahrung aus“, sagt Jörg Stahlhut, Vertriebsleiter Schmierstoffe. Inhaber des 1892 gegründeten Familienbetriebs ist Jochen Pohlmann, er führt das Unternehmen in der vierten Generation. Rund 30 Mitarbeiter sind für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Ölen zuständig. Auf dem Gelände „Am Kniep“ werden auch Industrie-, Forst- und Gartenschmierstoffe produziert. Doch mit den Motorölen für Oldtimer hat das Unternehmen gezielt eine Nische besetzt. Jochen Pohlmann schätzt den Marktanteil in Deutschland auf 20 Prozent, bis 2018 will die Firma zu den Top drei in Europa gehören. Vertragspartner sind Werkstätten und Händler etwa in Tschechien, Dänemark, Holland, Frankreich und Polen. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren stark mit der Entwicklung der Öle für Old- und Youngtimer auseinandergesetzt“, erklärt Stahlhut. Bis die Produkte letztlich auf den Markt gekommen seien, sei viel Zeit vergangen. Das Ergebnis: bis zu 40 Produkte für die verschiedensten Motortypen. Denn ob ein Auto in den 1950ern oder 1970ern gebaut worden ist, macht einen großen Unterschied. Und so gibt es für die verschiedenen Epochen und die jeweiligen Motortypen auch verschiedene Öle. Für Besitzer von Oldtimern ist diese Vielfalt wichtig. „Alte Dichtungen oder Metalle vertragen manche Inhaltsstoffe der modernen Motoröle teilweise nicht“, erklärt Jörg Stahlhut. Das kann dann mitunter zum Motorschaden führen.Was bleibt, ist die Frage, wodurch sich ein gutes Motoröl auszeichnet. „Die richtige Additivierung ist das Besondere“ gibt Stahlhut einen Hinweis. Additive sind die Inhaltsstoffe, die zum Öl hinzugegeben werden. Die genaue Zusammensetzung ist ein Firmengeheimnis – und diese ist beim „Pohlmann Mineralölwerk“ erwiesenermaßen gut.

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