Alternativer Weihnachtsmarkt lockt Besucher nach Korbach

„Gehört zu Weihnachten einfach dazu“

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Korbach - Wer Kommerz und Uniformität sucht, der ist beim alternativen Weihnachtsmarkt in Korbach falsch. Dass individuelle Produkte aus der Region gefragt sind, zeigte sich am vergangenen Wochenende.

Statt Glühwein gibt es einen Ouzo zum Aufwärmen, aus einer der Buden schallen russische Weihnachtslieder gesungen von fröhlichen Frauen und am Essensstand gibt es Bio-Wurst und Bio-Brötchen: Der alternative Weihnachtsmarkt in Korbach geht traditionell andere Wege. Die Individualität von Stand zu Stand kommt bei den Besuchern auch in diesem Jahr gut an.

22 caritative Vereine, Gruppen und Organisationen präsentierten am Samstag und Sonntag alles, was das vorweihnachtliche Herz begehrt. Von gestrickten Socken und Mützen über Plätzchen und Marmelade bis hin zu allen Arten von Adventsschmuck war an den Ständen für wohl jeden etwas dabei.

Eine positive Zwischenbilanz zieht Mitorganisator Thomas Korte am Samstagabend: „Wir sind trotz des schlechten Wetters am Vormittag sehr zufrieden. Die Erweiterung mit dem Kleinkunsthandwerkermarkt wird gut angenommen.“

Das bestätigen auch die Künstler und Künstlerinnen selbst, die sich erstmals im Rahmen des alternativen Weihnachtsmarktes im Bürgerhaus präsentieren. „An beiden Tagen herrscht ständig Betrieb“, sagt zum Beispiel Susanne Winzer, die gemeinsam mit ihrer Tochter Jana einen Stand betreibt. Das Angebot auf den zwei Etagen reicht von Pastellzeichnungen und Fotokarten über bemalte Glaskugeln bis zu selbstgefertigtem Schmuck.

Vor der Bühne auf dem Obermarkt tummeln sich die Menschen während der Auftritte zahlreicher Musik-Formationen aus der Region und im Jugendhaus schlendern die Besucher gemütlich entlang der mit Klamotten bedeckten Tische. Dort haben die ehrenamtlichen Helfer des „Fördervereins Nikolaikirche“ einen Second-Hand-Markt ausgerichtet, um Geld für die Sanierung des Gotteshauses zu sammeln.

Elke Jäger ist mit ihren Kolleginnen von den Landfrauen Strothe zum 19. Mal dabei – also von Beginn an.„Der alternative Weihnachtsmarkt gehört zu Weihnachten einfach dazu“, bilanziert sie. Und das sieht auch Georgia Balatsou von der griechischen Gemeinde in Korbach so. Sie serviert Köstlichkeiten aus ihrer Heimat. Zur Begrüßung gibt es einen Ouzo: „Es geht doch vor allem um Gespräche und die nette Gesellschaft.“

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