Vöhl

Gemeinsamer Einsatz für die Jugend

- Vöhl (resa). Ein Angebot, mit dem sich Jugendliche identifizieren können, wollen die Vöhler Kirchspiele und die politische Gemeinde Vöhl gemeinsam schaffen. Dafür stellten ihre Vertreter am Dienstagabend die Weichen.

Jugendliche auf dem Land haben es zuweilen schwer. Die Wege sind weit. Kinos, Discos und Freizeitangebote schwer zu erreichen. Vereine bemühen sich redlich, den jungen Leuten entgegenzukommen. Und doch fehlt vielen Jugendlichen Raum, um sich zu entfalten – vor allem an Wochenenden. Die politische Gemeinde Vöhl und die Kirchengemeinden Ederbringhausen, Oberorke, Obernburg-Itter und Vöhl haben sich nun für die Jugendlichen der Großgemeinde in ein Boot gesetzt, um gemeinsam einen Jugendarbeiter einzustellen. Bereits im September 2009 hatten die Gemeindevertreter dem Projekt zugestimmt, im Februar hatte die Kreissynode des Kirchenkreises Frankenberg nachgezogen. Beide hatten sich bereit erklärt, jeweils 20 000 Euro für die Finanzierung der hauptamtlichen Stelle zu zahlen. Die Sachkosten werden von den Kirchengemeinden getragen. Ende vergangener Woche haben die Vertreter von vier der fünf Vöhler Kirchengemeinden nun den Zweckverband „Evangelische Jugendarbeit Vöhl“ gegründet – mit Pfarrerin Ursula Breul aus Obernburg an der Spitze. Das Kirchspiel Kichlotheim beteiligt sich nicht. Der Zweckverband soll nun schon bald einen geeigneten Jugendarbeiter einstellen. Damit aber auch die Vorstellungen der politischen Gemeinde Raum im noch zu erarbeitenden Konzept der Vöhler Jugendarbeit findet, unterschrieben Vertreter der politischen Gemeinde und der Kirchengemeinden am Dienstagabend die Vereinbarung für eine gemeinsame Jugendarbeit. Ein Kuratorium mit jeweils drei Mitgliedern beider Institutionen wurde gegründet. Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke sitzt dem beratenden Gremium vor, Renate Egert, Vorsitzende des Sozialausschusses und Erster Beigeordneter Heinrich Klein ergänzen die politische Seite des Beirats. Für die Kirchengemeinden wurden Pfarrerin Ursula Breul, Pfarrer Jan-Friedrich Eisenberg und Rainer Groß, Kirchenvorsteher aus Niederorke, in das Kuratorium entsandt. Gemeinsam mit dem zum 1. Oktober einzustellenden Jugendarbeiter wollen Kirche und politische Gemeinde Ideen formulieren.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Donnerstag, 26. August 2010.

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