Geologen aus ganz Deutschland auf Exkursion im Geopark "GrenzWelten"

Waldeck-Frankenberg ist steinreich

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Dr. Heiner Heggeman und Dr. Nicola Hug-Diegel erläutern im Steinbruch in Dorfitter die Schichten aus über 250 Millionen Jahre alten Meeresablagerungen.

KORBACH. In der Hansestadt sind derzeit auf Einladung des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HNLUG) rund 35 Geologen aus ganz Deutschland zu Gast. Im heimischen Geopark erwartete sie so manche erdgeschichtliche Überraschung.

Steinreich ist Waldeck-Frankenberg im wahrsten Sinne. Der Geopark „GrenzWelten“ dokumentiert das auf spannende Weise. Und auch weltweit entdecken immer mehr Menschen in Geoparks die Früchte der Erdgeschichte, wie ein Geologe bei der Fachtagung in Korbach resümiert. Die Experten gehören zur Deutschen Stratigraphischen Kommission (DSK) – und haben besonders die Erdzeitalter „Perm“ und „Trias“ im Visier. Gemeint sind Gesteinsschichten, die zwischen 200 und 290 Millionen Jahren alt sind. Und die bergen so manche Überraschung – zumindest für geschulte Augen. Wie Muscheln muten beispielsweise Versteinerungen im mächtigen Steinbruch in Dorfitter an. Der Kupfermergel an der Felswand ist über 250 Millionen Jahre alt und gehört zu den unteren Schichten des sogenannten Zechsteins. Damals gab es verschiedene Meeresvorstöße, die bis in die „Korbacher Bucht“ reichten. Fossile Stücke zeugen von Meereslebewesen – wie etwa „Horridonia Horrida“, eine in Dorfitter häufig zu findende Art der Brachiopoden. Diese muschelähnlichen „Armfüßer“ waren mit Stacheln bewehrt, mit denen sie sich im weichen Meeresboden festhakten.

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Samstag.

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