Adorf

Gerhard Willeke fertigt kleine Kunstwerke aus Adorfer Alabaster

- Diemelsee-Adorf (nv). Mit Herz und Hand setzt sich Gerhard Willeke für die Weitergabe der 800-jährigen Adorfer Bergbaugeschichte ein: Der Bergmann, der Erz und Gips abbaute, fertigt kleine Kunstwerke aus heimischem Alabaster.

Der Hobby-Bildhauer, dessen Leidenschaft der Bergbau seit seiner Lehre in der Adorfer „Grube Christiane“ ist, wandelt in seiner Werkstatt auf den Spuren der Familie Papen. Die Bildhauer aus dem benachbarten Giershagen verzierten um 1700 zahlreiche Kirchen der Region, zum Beispiel den Paderborner Dom, mit ihren Kunstwerken. Das Rohmaterial, den Adorfer Alabaster, gewannen sie wie Willeke aus der Adorfer Gipsgrube auf dem Pöhlen. Obwohl es Alabaster-Gefäße für Kosmetika bereits etwa 2000 Jahre vor Christus in Ägypten gab (www.planet-wissen.de), entdeckt Willeke diese Kunst durch einen Zufall für sich. „In der Gipsgrube musste jeder mal jede Arbeit machen“, berichtet der Adorfer. „Unten in der Grube war immer alles Grau in Grau, aber als ich oben am Brecher arbeitete, wurden einige Brocken einmal feucht und die wunderbare Färbung des Gipses zeigte sich“, erinnert sich der 74-Jährige. „Mit dem Taschenmesser habe ich dann einen simplen Aschenbecher geschnitzt“, verweist er auf eine typische Eigenart des feinkörnigen Gipses: er ähnelt Marmor, lässt sich aber wie Holz schnitzen. Er habe dann etwas Alabaster mit nach Hause genommen und herum probiert. „Er ließ sich sägen, aber imponiert haben mir vor allem die verschiedenen Farben“ – aus dem Bergmann wurde ein Bastler. Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 30. Juli 2009.

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