Charlotte Brüggemann und Max Henning sind die Besten an der Alten Landesschule

Geschafft: Abitur mit Traumnote 1,0

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Die besten Abiturienten des Jahrgangs: Charlotte Brüggemann und Max Henning haben beide das Abitur mit der Note 1,0 gemacht. 

Korbach. Sie sind die Besten des aktuellen Abi-Jahrgangs an der Alten Landesschule in Korbach: Charlotte Brüggemann und Max Henning. Beide haben ihr Abitur mit der Note 1,0 abgelegt. Gerechnet hatten beide nicht mit der Traumnote. „Es ist auch Glückssache. Die richtigen Fragen kamen im richtigen Moment“, sagt Charlotte Brüggemann.

Neben der Abschlussnote teilen beide auch noch die Vorliebe für Naturwissenschaften. Doch die beruflichen Ziele der beiden sind gänzlich unterschiedlich: Während Max ab Herbst Maschinenbau studieren möchte, hat sich Charlotte für Medizin entschieden, im nächsten Sommer soll es losgehen.

Münster gegen Berlin

Auch die Wahl des Studienortes unterscheidet sich: Charlotte möchte lieber in der Nähe bleiben, am liebsten in Münster oder Göttingen studieren, Max dagegen will nach Berlin. „Ich möchte gern mal wieder in einer großen Stadt leben“, sagt der 18-Jährige. Bis 2010 lebte er mit seiner Familie in Athen.

Vom Schulsystem, so sagt er, hätten beide profitiert. Das achtjährige Gymnasium G8 sei für sie kein Problem gewesen, Zeit für Hobbys habe man trotzdem gehabt. Belastender sei die Frage gewesen, was man nach dem Abi mit dem Leben anfange, sagt Max. Für ihn war lange nur klar: Es sollte ein technisches Studium sein. Ab August wird er nun zunächst ein Praktikum bei Weidemann machen, bevor im Herbst das Studium beginnt. Die Frage, ob Karriere oder doch eher andere Dinge anschließend eine größere Rolle spielen, habe er für sich noch nicht beantwortet.

Charlotte weiß längst, wo für sie die Reise hingeht: Sie studiert Medizin – und tritt damit in die Fußstapfen ihrer Eltern. Als Sportärztin will sie später arbeiten. Zunächst einmal sammelt sie jetzt aber praktische Erfahrungen. Nach einem Pflegepraktikum am Korbacher Krankenhaus wird sie ein fünfwöchiges Pflegepraktikum in Spanien machen.

Auslandserfahrungen hat sie bereits in der neunten und zehnten Klasse gesammelt, als sie drei Monate „Down Under“ in Australien zur Schule ging. Eine tolle Erfahrung für die heute 17-Jährige. „Aber ob ich für immer im Ausland leben könnte? Man vermisst schon typisch deutsche Sachen. Weniger die Lebensmittel, dafür mehr die Natur und die Felder“, sagt sie.

Im Studium ins Ausland

Dass Max kein Austauschjahr gemacht hat, bereut er heute etwas, wie der 18-Jährige rückblickend sagt. Doch im Studium will er das nachholen – und in jedem Fall ein Auslandssemester machen.

Insgesamt sei es eine gute Schulzeit an der Alten Landesschule gewesen, finden Charlotte und Max. Und Konkurrenzgehabe, wie es bei den Top-Schülern an anderen Schulen manches Mal vorkomme, habe es zwischen ihnen nie gegeben, beteuern beide: „Wir haben sogar zusammen gelernt.“

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