Vöhler Gemeindevertreter beraten über touristische Aufwertung von Alt-Asel

Geschichte in Asel erlebbar machen

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- Vöhl-Asel (resa). Auch in Trockenzeiten sollen die Touristen an den Edersee kommen. Das wünschen sich die Vöhler Gemeindevertreter. Am Montagabend diskutierten sie deswegen während der Gemeindevertretersitzung über Möglichkeiten der touristischen Aufwertung von Alt-Asel.

Wenn sich im Spätsommer in Herzhausen und Asel-Süd das Wasser zurückzieht, dann kommen statt Badegästen Geschichtsfreunde an den See. Sie machen sich auf die Spuren des versunkenen Dorfes und finden bis auf einige Steine nur die alte Brücke. „Dann kehren die Touristen enttäuscht zurück“, sagt Gerhard Henkel von der Grünen Liste. Und genau deswegen sei es höchste Zeit, die alten Häuser von Alt-Asel wieder sichtbar zu machen. Einige Steine würden genügen, um den Ort für Touristen wieder interessanter zu machen.

Bereits im November stellte die Grüne Liste deswegen den Antrag, die Grundmauern rund 20 Zentimeter über dem Boden wieder aufzumauern. 30 000 Euro sollten im Haushalt für dieses Projekt bereitgestellt, Leader-Gelder beantragt werden. Auch die anderen Fraktionen beschäftigten sich daraufhin mit dem Thema. „Denn wir können langfristig in den Sommermonaten nicht mit einem vollen Edersee rechnen“, stellte Sven Bökenschmidt von der SPD fest, „also müssen wir mit unseren Pfunden wuchern und unser Atlantis besser vermarkten“. Statt aber die Grundmauern wieder aufzubauen, beantragten CDU und SPD die Erarbeitung eines Konzepts. Gemeinsam mit dem Geschichtsverein Itter-Hessenstein und dem Verkehrs- und Heimatverein Vöhl/Asel sollen Ideen erarbeitet werden, um dem historischen Ort gerecht zu werden.

Dabei sollen laut SPD und CDU Schautafeln in Betracht gezogen werden, die am Rande des Sees den Grundriss von Alt-Asel zeigen. Bei Niedrigwasser könnten außerdem Bilder ehemaliger Gebäude an den Hausstellen gezeigt werden – abbaubare Schilder könnten dafür am Seeboden errichtet werden.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 25. Januar

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