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Gewitter ziehen über Waldeck-Frankenberg

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Von: Diana Rissmann

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© Patrick Böttcher

Waldeck-Frankenberg. Gewitter ziehen gerade über Waldeck-Frankenberg hinweg: Auf dem Hessentag in Korbach wurden Open-Air-Konzerte unterbrochen und am Edersee rückte bereits die Feuerwehr aus.

Aktualisiert um 20.45 Uhr. Innerhalb von fünf Minuten änderte sich das Wetter von sommerlich zu unwetterartig.

Am schlimmsten betroffen ist zurzeit die Ederseeregion. Bäume sind auf die Straßen zwischen Niederwerbe und Scheid und von Waldeck zur Seilbahn Talstation gefallen. Die Feuerwehr ist bereits im Einsatz.

Nach dem heftigen Gewitter: Aufräumarbeiten zwischen Niederwerbe und der Halbinsel Scheid.
Nach dem heftigen Gewitter: Aufräumarbeiten zwischen Niederwerbe und der Halbinsel Scheid. © Patrick Böttcher

Der deutsche Wetterdienst hatte für die Region rund um Korbach bereits am Mittag eine Warnung ausgegeben: Es bestehe eine erhöhte Unwettergefahr vor allem durch heftigen Starkregen. Auch größerer Hagel von zwei bis vier Zentimeter, Hagelansammlungen und Böen bis Sturmstärke können auftreten. Punktuell könne es durch langsam ziehende Gewitterzellen auch zu Regenmengen von 60 bis 70 Liter pro Quadratmeter oder mehr in kurzer Zeit kommen. Die Gewitter sollen bis in die Nacht zum Mittwoch anhalten und sich dann zunehmend abschwächen. 

Straßen in Frankenberg unter Wasser

Ein heftiges Gewitter ist am Dienstag Nachmittag mit starkem Regen über Teile des Frankenberger Landes hinweggezogen. Mehr als eine Stunde lang tobte das Unwetter. An manchen Stellen konnte die Kanalisation das Regenwasser nicht mehr aufnehmen, so dass – wie in den vergangenen Wochen bei ähnlichem Wetter – Straßen kurzzeitig überflutet wurden; wie hier in der Marburger Straße in Frankenberg.

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© Battefeld

Darüber hinaus liefen auch zahlreiche Keller voll. Feuerwehren rückten aus und pumpten das Wasser wieder hinaus.

Unwettergefahr für große Teile von Deutschland 

"Es wird nicht jeden treffen", sagte ein DWD-Meteorologe der Deutschen Presse-Agentur. Bei dem einen oder anderen könne "die Welt untergehen". Die Wettermodelle können das Gewitterrisiko räumlich nicht genauer auflösen. So warnt der DWD nur recht allgemein vor "örtlich schweren Gewittern" - auf einem breiten Streifen quer durch Deutschland am Mittwoch.

Gewitter mit Starkregen und Hagel drohen 

"Die größte Gefahr geht dabei wegen der langsamen Verlagerung der Gewitter von heftigem Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit sowie Hagel um drei Zentimeter aus", sagte Sebastian Schappert von der Wettervorhersagezentrale. "Vereinzelt und lokal eng begrenzt treten bei stehenden Gewitterzellen auch Mengen von über 60 Litern pro Quadratmetern in wenigen Stunden auf."

Je nach Gelände kann das zu Überschwemmungen führen. Auch Sturmböen bis 80 Stundenkilometern seien nicht ausgeschlossen. Das Thermometer kann auf Werte von bis zu 34 Grad klettern. In der Nacht verlieren Schauer und Gewitter an Intensität.

Einige Bäume sind umgeknickt: Dieses Bild hat Jeff Kirchhoff auf der Halbinsel Scheid aufgenommen.
Einige Bäume sind umgeknickt: Dieses Bild hat Jeff Kirchhoff auf der Halbinsel Scheid aufgenommen. © Jeff Kirchhoff

Wetterprognose für Mittwoch 

Am Mittwoch verlagert sich die Gewitteraktivität weiter in Richtung Nordosten. "Dann muss in einem breiten Streifen von der Nordsee und dem Emsland bis zum Bayerischen Wald und dem Oderbruch mit zum Teil schweren Gewittern gerechnet werden", sagte Schapper. Auch ganz im Südwesten, besonders über dem Schwarzwald, können sich erneut kräftige Gewitter bilden. Dazwischen gibt es einen Bereich vom Westen bis in den Süden und im äußersten Norden, in dem die Gewitterneigung geringer ist.

Aussichten für den Donnerstag 

Über den Feier- und den Brückentag bleibt es laut DWD weiterhin wechselhaft. Bis Freitag liegen dabei die Höchstwerte - je nach Bewölkung und Niederschlag - bei 23 bis 33 Grad.

Der bislang heißeste Tag des Jahres war gestern. Der Deutsche Wetterdienst registrierte in Genthin in Sachsen-Anhalt zum Wochenbeginn den Spitzenwert von 33,3 Grad Celsius. "Das war der wärmste Tag des Jahres bis jetzt", sagte ein DWD-Sprecher. Auch in Brandenburg war es besonders heiß, etwa in Baruth in der Nähe von Berlin wurden 32,6 Grad gemessen. Einen deutschen Hitzerekord für einen 28. Mai gab es allerdings nicht, schon einige Male war es an diesem Datum laut DWD hierzulande heißer - letztmals 2005 in Frankfurt am Main. Auch am Dienstag werden wieder Temperaturen von bis zu 33 Grad erwartet. (mit dpa)

Wir informieren, wenn es weitere Infos gibt.

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