Willingen

Gleitschirmflieger landet im Baum, bleibt aber unverletzt

- Willingen (nv). Zu geringer Aufwind zwingt einen Gleitschirmflieger am Samstagnachmittag am Willinger Ettelsberg zur Notlandung in einem Baum. Der 56-jährige Recklinghäuser bleibt unverletzt, so dass Notarzt und Rettungswagen schnell wieder abziehen können. Zudem sind Einsatzkräfte der Höhenrettung Waldeck-Frankenberg sowie der Feuerwehr Willingen im Einsatz.

„Ich weiß nicht genau, was passiert ist“, berichtet der Gleitschirmpilot, als er wohl behalten am Boden zurück ist. „Bei meinem ersten Flug am Ettelsberg wollte ich den Aufwind nutzen und einige Kreise ziehen. Ich war dann aber zu tief und bin direkt in den Baum geflogen“, blickt er die Fichte hinauf. Dort habe er sich, wie es bei Erlangen des Flugscheins gelehrt werde, direkt festgeklammert, um nicht abzustürzen. Spaziergänger setzen den Notruf ab und binnen weniger Minuten sind Einsatzkräfte der Feuerwehr Willingen mit der Drehleiter sowie der Höhenrettung Waldeck-Frakenberg – sie ist eine Kooperation von THW und Bergwacht – vor Ort. Die Höhenretter hatten ihr Können zuvor beim „Tag der offenen Tür“ der Willinger Feuerwehr präsentiert. Da der Pilot laut Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl mit Hilfe der Drehleiter nicht zu erreichen ist, kommen die Höhenretter zum Einsatz. „Wir sind gesichert zum Patienten vorgedrungen“, erläutert Gruppenführer Dennis Kegel. Mit Hilfe des Rettungsdreiecks – eine gelbe Weste mit Karabinerhaken – seilen die Experten den Mann ab. Schwieriger ist es, den Gleitschirm, der sich mit seinen vielen Seilen im Baum verfangen hat, herunter zu bekommen. Schließlich gelingt dem Team um THW-Einsatzleiter Dirk Gernand aber auch das. Ob der rund 2000 Euro teure Schirm weiterhin zu gebrauchen ist, muss eine Überprüfung jedoch zeigen. „Das wichtigste ist aber, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, weiß der Pilot, wie viel Glück er hatte. „Vielen Dank an die Einsatzkräfte.“

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