Schnadezug führt rund 20 Teilnehmer an die Grenzen nach Nordenbeck, Lengefeld, Eppe und Ober-Ense

Goldhäuser spazieren im Grenzland

Korbach-Goldhausen - Wer heute Grenzen überschreitet, ahnt das meistens nicht: Denn Ortsschilder entsprechen längst nicht den Gemarkungsgrenzen. Also machten sich die Goldhäuser am Sonntag auf den Weg, echte Grenzen zu erkunden - und Freunde zu treffen.

Manchmal ist es ein Waldstück, das an ein Feld grenzt. Und manchmal ein alter Grenzstein, der aus alten Zeiten erzählt. Und immer mal wieder gibt es nicht einen einzigen Hinweis darauf, dass hier Grenzen verlaufen. Mit aufmerksamen Augen haben sich am Sonntagmorgen 20 Goldhäuser auf den Weg gemacht, um alte Grenzen wiederzuentdecken. Bei ihrem Schnadezug, der alle fünf Jahre stattfindet, trafen sie auf Nachbarn aus Nordenbeck, Lengefeld, Eppe und Ober-Ense. Die zweite Hälfte ihres Grenzbegangs absolvieren die Wanderer dann in fünf Jahren. Und um auch jede Grenze und alle noch vorhandenen Steine zu finden, hatte Armin Bartmann vom Schützenverein in Goldhausen große Google-Earth-Ausdrucke vorbereitet, mit denen er die Grenzverläufe anschaulich erklärte.

Frohen Mutes machten sich die Wanderer auf den Weg Richtung Klusenberg und dann auf die rund neun Kilometer lange Strecke in östlicher Richtung um den Eisenberg herum - vom Sauerländer Höhenflug zur Verlobungshütte bis zum Flugplatz in Nordenbeck, durch den Eschenberg über die Sommerseite über den Humpesgarten zurück nach Goldhausen. Mit festem Schuhwerk ging es zuweilen querfeldein bis zu den Treffpunkten mit den befreundeten Nachbarn. Nordenbeck, Eppe, Lengefeld und Ober-Ense schickten kleine Abordnungen, sodass sich die Zahl der Wanderer fast verdoppelte.

Unterwegs zeigte das Stutzkommando Muskelkraft und stutzte die Wanderer. Für Verpflegung sorgte der Schützenverein. Ein Trecker, voll bepackt mit süßen und rustikalen Köstlichkeiten, begleitete die Wanderer auf ihrem historischen Spaziergang.

„Goldhausen endet nicht am Ortsschild“, erklärte Armin Bartmann die Bedeutung von Schnadezügen, „und das wollen wir unseren Jugendlichen und auch Neubürgern heute zeigen.“ Am Ende war es aber auch ein Tag voller Geselligkeit, den die Goldhäuser mit ihren Nachbarn im Grenzgebiet verbrachten.

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