Goldhausen

Goldwäscher willkommen

- Korbach-Goldhausen (jk). Am Eisenberg sollen künftig auch Goldwäscher auf ihre Kosten kommen. Parallel bietet das Besucherbergwerk noch mehr Abenteuer. Zuschüsse fließen von der Europäischen Union und vom Land.

Die ersten Goldwäscher-Kurse hat es für die Besucherführer am Eisenberg längst gegeben. Der frühere Chef des Naturkundemuseums Dortmund, Dr. Wolfgang Homann, demonstrierte, wie aus vielen heimischen Bächen Gold zu holen ist. Keine Nuggets, aber immerhin kleine Flitterchen lassen sich in der Pfanne leicht gewinnen.Der Verein „Historischer Goldbergbau Eisenberg“ will damit künftig weitere Besucher locken: Eine Goldwaschanlage soll her auf Korbachs Hausberg, erläutert Claus Günther vom Stadtmarketing. Ein anderes wichtiges Projekt für Deutschlands größte historische Goldlagerstätte ist bereits kräftig gediehen. Im Besucherbergwerk haben Vereinsmitglieder mit großem Engagement und Muskelschmalz im laufenden Jahr den Durchbruch für einen Seitengang geschafft (wir berichteten). Bislang führt die Gästetour rund 250 Meter tief in den Berg, künftig werden es weitere 200 Meter sein. Nach der bergtechnischen Sicherung folgt nächstes Jahr die „Bewetterung“: Eine Spezialfirma bohrt von oben ein rund 50 Meter tiefes Loch direkt hinein in den Stollen. Mit Segen des Bergamts soll der Seitengang dann ebenfalls für Besucher freigegeben werden. Claus Günther und Wolfgang Behle, Vorsitzender des Goldbergbau-Vereins, freuten sich am Mittwoch über eine Finanzspritze. Insgesamt 61 000 Euro fließen als Zuschuss für Goldwaschanlage und Bohrung, jeweils zur Hälfte finanziert durch EU und das Land Hessen. Den Förderbescheid überreichte Walter Rinklin vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis. Die Zuschüsse stammen aus dem Leader-Programm für die Entwicklungsregion „Naturpark Diemelsee“, zu denen die Gemeinden Willingen, Diemelsee und Korbach gehören. Stärkung des ländlichen Raums, Steigerung der touristischen Attraktivität und Kulturgeschichte sind die Stichworte für die Projekte am Eisenberg. Günther lobte die enorm schnelle Unterstützung: „Das Geld wurde in kürzester Zeit bewilligt.“ Anfang November ging der Antrag raus, am 20. November war bereits der Förderbescheid da.Insgesamt sind bislang zwölf Projekte mit über 420 000 Euro Zuschuss im regionalen Leader-Programm bewilligt. Das reicht von zwei Existenzgründungen über touristische Infrastruktur (Uplandsteig, Diemelsteig), Marketing für die Leader-Region bis zu einer Leitlinie für Handel und Gewerbe, listete Rinklin auf.

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