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Grenztrail heißt jetzt Green Trails: Neuer Name für Mountainbike-Projekt in Waldeck-Frankenberg

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Von: Lutz Benseler

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Green Trails: Landrat Jürgen van der Horst und Vertreter der 14 beteiligten Städte und Gemeinden präsentieren den neuen Namen und das neue Logo der geplanten Mountainbike-Strecke durch Waldeck-Frankenberg.
„Green Trails“: Landrat Jürgen van der Horst und Vertreter der 14 beteiligten Städte und Gemeinden präsentieren den neuen Namen und das neue Logo der geplanten Mountainbike-Strecke durch Waldeck-Frankenberg. © Lutz Benseler

Der Grenztrail heißt jetzt Green Trails: Die geplante Mountainbike-Strecke durch Waldeck-Frankenberg startet unter neuem Namen und mit neuem Logo das Marketing. Noch in diesem Jahr soll in Korbach der erste von mehreren Trail-Parks gebaut werden.

Korbach – Einen Quantensprung in Sachen Tourismus versprechen sich die 14 beteiligten Kommunen und der Landkreis vom geplanten kreisweiten Mountainbike-Wegenetz, das unter dem Arbeitstitel Grenztrail Waldeck-Frankenberg seit fünf Jahren geplant wird. 2017 hatte Willingens Bürgermeister Thomas Trachte die Idee eines 650 Kilometer langen Mountainbike-Trails entlang der Landkreisgrenze. Mittlerweile hat sich das Konzept jedoch grundlegend geändert – und damit auch einen neuen Namen erforderlich gemacht.

Green Trails soll vor allem für das Naturerlebnis in Waldeck-Frankenberg stehen. Entstehen soll bis 2026 ein Wegenetz aus rund 200 Kilometern naturverträglich neugebauter Trails (englisch für: Pfade), die mit vorhandenen Wirtschafts- und Fahrradwegen aus rund 200 Kilometern verbunden werden und so das europaweit größte zusammenhängende Fahrradwegenetz ergeben sollen.

„Mountainbike-Papst“ Diddie Schneider plant gemeinsam mit Thomas Schlecking (Bike Projects) und dem Lichtenfelser Büro Bioline die neuen Trails. Schneider gilt als einer der führenden Streckendesigner Europas und ist weltweit als Streckenbauer und Berater tätig und hat bereits den Bikepark in Willingen geplant.

Für alle Arten von Fahrradfahren geplant

Viele Menschen denken bei einem Fahrrad-Trail an Downhillstrecken, wie man sie aus Willingen kennt. Doch das geplante Wegenetz richtet sich nicht nur an Extremsportler auf dem Mountainbike, sondern soll alle Arten von Fahrradfahrern ansprechen – insbesondere auch Besitzer von E-Bikes. Zielgruppen sind moderne Singles und Paare, aktive Familien und aktive Best-Ager. „Wir haben im Mittel fünf Prozent Gefälle und fünf Prozent Steigung. Jeder kann diesen Trail fahren“, sagt Matthias Schäfer vom Fachdienst Sport und Jugendarbeit des Landkreises.

Davon verspricht sich der Landkreis ein Gästepotenzial, das Waldeck-Frankenberg von der „Tourismus-Region Nummer eins in Hessen zur Nummer eins in Mitteldeutschland“ katapultiert, wie Schäfer prognostiziert. Gleichzeitig sollen die „Green Trails“ auch ein Freizeitangebot für die Waldeck-Frankenberger sein.

Trail-Parks in den beteiligten Kommunen

Als Alleinstellungsmerkmal sind unterschiedliche Themen-Trail-Parks in den beteiligten Städten und Gemeinden geplant. „Wir wollen pro Kommune mindestens einen Trail-Park schaffen“, sagt Schäfer. Als erstes Projekt – quasi als Blaupause – wird in Korbach der Eisenberg mit einem Trail-Park rund um das Thema Gold den Schwerpunkt bilden. In dieser Woche wird der Landschaftspflegerische Begleitplan zur Genehmigung eingereicht, in dem unter anderem Ausgleichsmaßnahmen dargestellt werden. Anschließend sollen die Bauarbeiten starten. Schäfer: „Weitere Trail-Parks stehen schon in den Startlöchern.“

Gebaut und betrieben werden die Green Trails von einem im September 2021 gegründeten Zweckverband. Mitglieder sind der Landkreis Waldeck-Frankenberg sowie 14 Kommunen. „Wir wollen jetzt nicht nur mit dem Bauen beginnen, sondern auch ins Marketing einsteigen“, erklärt Landrat und Verbandsvorsteher Jürgen van der Horst. Eine neue Homepage ist bereits eingerichtet.

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