Erfolgreiche Rezertifizierung – Vorbildliche Zusammenarbeit mit Schulen

Grenzwelten tragen weiterhin das Prädikat „Nationaler Geopark“

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Liegt im Geopark Grenzwelten: diese Gebirgsfalte bei Bergfreiheit. 

Er hat das Prädikat erneut bekommen: Der Geopark Grenzwelten darf sich nach 2009 und 2014 nun auch für weitere fünf Jahre „Nationaler Geopark“ nennen. Das begehrte Zertifikat bestätigt die bundesweite Bedeutung des Geoparks. Aktuell sind 16 Geoparks in Deutschland als Nationaler Geopark anerkannt.

Korbach– Die Mitglieder der Zertifizierungskommission kamen aus allen Teilen Deutschlands nach Korbach. Ihre Aufgabengebiete, um die sie sich kümmern, sind ganz unterschiedlich. Was sie jedoch einte, war die Erkenntnis, dass der Geopark Grenzwelten auf jeden Fall wieder das Prädikat „Nationaler Geopark“ erhalten muss. In dieser Woche war es daher so weit: Das Qualitätssiegel, welches die bundesweite Bedeutung des Geoparks untermauert, wurde erneut vergeben.

„Was wir hier in Korbach und Umgebung sehen, ist beeindruckend. Seit 2009 besitzt der Geopark dieses Zertifikat, das alle fünf Jahre erneuert werden kann. 2014 hat es bereits geklappt und in diesem Jahr wieder. Das liegt auch daran, dass hier immer wieder etwas passiert und dass sich der Geopark mit seinen Angeboten stetig weiterentwickelt“, betonte Dr. Ulrike Mattig, Vorsitzende der Zertifizierungskommission. Sie wies in diesem Zusammenhang auf den sanierten Kalkturm hin, der als Geo-Foyer direkt neben der Korbacher Spalte liegt und ein weiterer Anlaufpunkt für Besucher ist.

Liegt im Geopark Grenzwelten: diese Gebirgsfalte bei Bergfreiheit. Foto: Geopark

Dr. Ulrike Mattig betonte, dass es ohne die vielen Helfer nicht möglich sei, den Geopark auf diese Wiese zu betreiben. Auch die Unterstützung durch den Landkreis und die Stadt Korbach sei eine wichtige Säule. „Wir finden hier fünf Geo-Foyers, 45 Geo-Stationen und 22 Geo-Pfade. Was zudem heraussticht, ist die umfangreiche Zusammenarbeit mit den heimischen Schulen. Das läuft hier in Korbach und Umgebung wirklich vorbildlich“, lobte die Vorsitzende der Zertifizierungskommission. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Veranstaltungen sowie etliche Publikationen. „Alles in allem ist der Geopark hervorragend aufgestellt und wir vergeben daher gerne wieder das Zertifikat.“

Gleichzeitig erwarte die Kommission, dass der Geopark auch in Zukunft nicht auf der Stelle trete, sondern sich kontinuierlich weiterentwickele. „Aber da ist uns hier in Korbach nicht bange“, sagte Dr. Ulrike Mattig.

Diesen Ball nahm Norbert Panek direkt auf. „Wir stecken noch voller Ideen, die Arbeit geht immer weiter“, sagte der Leiter des Projektbüros Geopark, der sich für die erneute Zertifizierung bedankte. „Ich finde es sehr wichtig, dass die bestehenden Geoparks in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Es geht schließlich auch darum, diese dauerhaft zu erhalten. Da ist es ganz entscheidend, gewisse Qualitätsmerkmale festzulegen und auch darauf einzuwirken, dass sich ein Geopark weiterentwickelt.“

Er mache sich auch keine Gedanken darüber, dass die Arbeit irgendwann beendet ist. „Es sind immer noch so viele Projekte, die noch unerledigt sind. An dieser Stelle möchte ich auch einen großen Dank loswerden an diejenigen, die uns immer unterstützen und helfen, sodass wir die Projekte und Vorhaben in den verschiedenen Regionen des Geopark umsetzen können“, sagte Panek.

Erdaufschlüsse und Fossilien; Das bieten die Grenzwelten

Der Geopark Grenzwelten erstreckt sich über 3730 Quadratkilometer im Übergangsbereich vom Rheinischen Schiefergebirge zur Niederhessischen Senke. Er beherbergt ein gutes Dutzend national und international bedeutender Erdaufschlüsse und Fossilienfundstätten. 

Mindestens fünf davon haben Welt-Bedeutung, darunter die „Korbacher Spalte“ und die Saurierfährten-Fundstelle bei Wolfhagen. Einrichtungen wie das Info-Center an der „Grube Christiane“ in Adorf, der Goldwelten-Claim in Mehlen, die Geo-Infostube im Ohl bei Usseln und die neun Besucherbergwerke bereichern das Angebot des Geoparks. 

Seit 2017 wird dieses in einer kostenlosen „Geotouristischen Übersichtskarte“ beworben. 20 ausgebildete Geoparkführer bieten regelmäßig Wanderungen durch die Erdgeschichte an. Die 80 Führungen pro Jahr frequentieren im Schnitt rund 500 Gäste. 

Die Öffnungszeiten des Geo-Foyers Kalkturm in Korbach sind von März bis Oktober, dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 16.30 Uhr. Von November bis Februar ist das Geo-Foyer samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 16.30 Uhr sowie dienstags bis freitags von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet. 

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