Goddelsheim

Grosche geht in politischen Ruhestand

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- Lichtenfels-Goddelsheim (den). Nach fast 25 Jahren ist Schluss: Für Fritz Grosche aus Goddelsheim endet mit der Kommunalwahl Ende März sein politisches Engagement. Der CDU-Stadtrat hat fortan mehr Zeit für seine anderen Hobbys.

Vater Fritz Grosche sen. war ein gestandener Politiker im Ort. „Ich erinnere mich noch, wie der Schreiber in unserem Haus saß und dort arbeitete“, erzählt er von den Bürgermeistertagen seines Vaters und es huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Diese Geschäftigkeit, dieses Engagement prägten Fritz jun., der eigentlich Friedrich-Wilhelm heißt. Doch den Vornamen erbte er von seinem bekannten Vater.

Der Weg in die Politik war trotzdem nicht vorbestimmt. „Anfang der 80er sprach mich Karl-Heinz Oppermann an und fragte, ob ich mir vorstellen könne, mich einzubringen“, erinnert sich der Goddelsheimer an den Startschuss. Oppermann war in der CDU, Grosche trat ebenfalls ein. „Es hätte auch jede andere Truppe sein können“, schmunzelt er 30 Jahre später. Denn Parteipolitik war Grosche immer fremd. Er wollte das Beste rausholen für Lichtenfels, Parteibücher spielten für ihn keine Rolle. „Deswegen mochte ich die Arbeit im Magistrat besonders.“

Oppermann und Eberhard Straube – das waren zwei Persönlichkeiten, die ihn beeinflusst haben. „Sie waren rational, vielseitig und hilfsbereit“, lobt er. „Allerdings bin ich meinen eigenen Weg gegangen“, stellt er im selben Atemzug fest. Friedrich-Wilhelm Grosche ist eben keine Kopie. Der erste politische Posten ist der im Ortsbeirat. Zur 1100-Jahr-Feier 1988 bringt sich der Landwirt in Goddelsheim ein, in der Stadtverordnetenversammlung nimmt er ordentlich Fahrt auf, wird schließlich Stadtrat. Im Wasserbeschaffungsverband ist er Lichtenfelser Entsandter.

Dem 69-Jährigen liegt es fern, zum Abschluss auszuteilen und abzurechnen. Lieber sagt er zum Abschied leise Servus.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 12. März.

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