Kai Bäringhausen wird mit Blauen Wienern Europameister

Großen Coup gelandet

Willingen - Kai Bäringhausen (42) hat seinen bisher größten Coup gelandet: Der Willinger errang mit seiner Kollektion Blauer Wiener den Europameistertitel.

Bei der Europaschau 2012, die kürzlich in Leipzig stattfand, waren insgesamt 25810 Kaninchen gemeldet. Die Blauen Wiener waren mit 837 Tieren als stärkste Rasse vertreten. Kai Bäringhausen, der seit seinem zwölften Lebensjahr Kaninchen züchtet, erreichte mit den vier Prachtexemplaren, die er bei der Schau präsentierte, das Traumergebnis von 388 Punkten und das Prädikat „Vorzüglich“. Bei der zweiten von ihm gezüchteten Rasse, den Grauen Wienern, waren in Leipzig 413 Tiere am Start. Hier erzielte der Willinger 386,5 Punkte und kam damit auf einen hervorragenden zweiten Platz. Außerdem gewann er fünf Einzelpreise. Zu den Bewertungskriterien zählten unter anderem Gewicht, Körperform, Fellhaar, Rassemerkmale (Kopf und Ohren), Farbe und Pflegezustand.

Mehrere Regale und Schränke voller Pokale sowie ungezählte Medaillen und Urkunden zeugen in Bäringhausens Wohnung von seinen außerordentlichen züchterischen Erfolgen. So war er mehrmaliger Vereinsmeister, Kreis-, Landes- und Landes­clubmeister und im Jahr 2009 deutscher Vizemeister.

Kai Bäringhausen entdeckte schon als Kind sein Interesse an der Kaninchenzucht - kein Wunder, denn schließlich war Vater Karl-Heinz ebenfalls ein engagierter Züchter und lange Jahre Vorsitzender des Willinger Kaninchenzuchtvereins K94, der jedoch vor Jahren aufgelöst wurde. Kai Bäringhausen gehört heute dem K132 in Bad Arolsen an, wo er sich als Zuchtwart und Tätowiermeister engagiert, sowie dem Wiener Club Ostwestfalen und Kurhessen.

Der kaufmännische Angestellte, der bei den Blauen Wienern zu den deutschen Spitzenzüchtern zählt, ist froh, dass die ganze Familie hinter seinem Hobby steht. Wenn er mit Frau und Kindern in Urlaub fährt, übernimmt der Vater die Vertretung und kümmert sich um die Kaninchen. Kai Bäringhausen zieht pro Jahr etwa 100 Jungtiere auf. Die schönsten Tiere zeigt er dann bei den Schauen in der Ausstellungssaison, die im Herbst beginnt und bis Ende Januar/Anfang Februar dauert. 2013 will er die Ausbildung zum Preisrichter, die drei Jahre dauert, in Angriff nehmen.

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