Willingen

Großer Bahnhof für die Gemeindereferentin

- Willingen (den). Mit Gottes Segen verab-schiedete sich Gemeindereferentin Ursula Beste am Sonntag in den Ruhestand. Auf einen Gottesdienst in der St.-Augustinus-Kirche folgte eine 
gemeinsame Kaffeetafel.

Es war eine große Familienfeier, zu der sich Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen und Offizielle zusammengefunden hatten. Bevor 
Ursula Beste das Kaffeetrinken eröffnete, verabschiedeten sie Wegbegleiter aus den vergan-genen 22 Jahren. Auch wenn Ursula Beste seit Sonntag offiziell im Ruhestand ist: „Niemals geht man so ganz“, zitierte sie Trude Herr. „Ich hatte am Anfang das Ziel, für die 
Gemeinde eine Art Leuchtturm zur Orientierung zu sein. Aber ich habe gemerkt, dass ich oft selbst ein strauchelndes Boot war“, gab sie zu. Ihr Dank ging an die ehrenamtlichen Helfer vor Ort: „Ohne sie hätte sich 
weniger bewegt.“ „22 Jahre – das ist schon eine Hausnummer“, würdigte Martina Müller das langjährige Wirken der frisch gebackenen Ruheständlerin. Der Beruf der Gemeindereferentin habe sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert, von der Assistentin des Pastors zur Leiterin bei 
Diakonie und Liturgie. „Du hast auf die Nöte der Menschen 
gehört und neue Wege aufgezeigt“, lobte Müller. Der insgeheimen „Pastorin von Willingen“ dankte auch 
Dechant Gisbert Wisse. In der Gemeinde, im Pastoralverbund und im Dekanat hätten ihre 
Gedanken „Herzen geöffnet“. Nach einer genügsamen Zeit zum Ausruhen sei ihr Engagement im Ehrenamt gern gesehen, fügte Wisse lächelnd hinzu. „Orientierung in einer orientierungslosen Zeit“ – das sei es, was heute wichtiger denn je sei, forderte Gemeindeglied Hans-Heinrich Schnier. Ihre Aufwartung samt Abschiedspräsenten machten ebenfalls Andrea Behle (Kirchenvorstand), Pfarrerin Gisela Grundmann (Kirchenkreis des Eisenbergs), Willingens evangelischer Pfarrer Christian Röhling, Monika Winzenick (Gemeindereferentenkonferenz) und Bürgermeister Thomas Trachte. Vetreter der Uplandschule und der Ministranten wünschten ebenfalls „alles Gute und Gottes Segen“.

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