Neues Feuerwehrhaus feierlich eröffnet

Großer Tag für Welleringhausen

Eröffnung des Feuerwehrhauses. In der vorderen Reihe stehen Markus Potthof, Gerhard Biederbick, Architekt Karl-Volker Sauer, der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Detlef Ückert, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Pfarrerin Gisela Grundmann, Bürgermeister Thomas Trachte, Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl, Ortsvorsteher Karl Briehl, der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands, Dr. Christoph Weltecke, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Jürgen Schalk und Wehrführer Stefan Behlen. Fotos: Ul

Welleringhausen - Der Wunsch nach dem Bau eines den Erfordernissen entsprechenden Feuerwehrhauses hat die Welleringhäuser seit mehr als zehn Jahren intensiv beschäftigt. Jetzt ist er endlich in Erfüllung gegangen.

Am Samstag wurde das neue Feuerwehrhaus eröffnet - ein großer Tag für den kleinsten Upländer Ortsteil. „Die Gemeindepolitik hat mit der Verwirklichung des Vorhabens ein klares Signal gesetzt: Die Feuerwehren in den Ortsteilen müssen erhalten bleiben“, betonte Bürgermeister Thomas Trachte, der zur Feier viele Gäste willkommen hieß.

Der Verwaltungschef würdigte den großen Einsatz der sehr aktiven Wehr und der Dorfgemeinschaft. Wie berichtet, haben die Welleringhäuser über 2500 Stunden Eigenleistung erbracht und darüber hinaus 16400 Euro bereitgestellt, so dass sich die Investitionskosten für die Gemeinde mit rund 160000 Euro im Rahmen hielten. Der Upländer Bürgermeister betonte, dass das Gebäude das Ortsbild bereichere und das Engagement zur weiteren Stärkung der örtlichen Identität und des Wir-Gefühls beitrage.

Ortsvorsteher Karl Briehl, der der Motor der Baumaßnahme war, warf einen Blick zurück in die Zeit, als die Feuerwehr das Fahrzeug und die teuren Einsatzgeräte in einer nicht beheizbaren Garage mit feuchtem Raumklima ohne Reinigungs- und Trocknungsmöglichkeiten unterstellen musste.

Briehls Dank galt den politischen Entscheidungsträgern, insbesondere Bürgermeister Trachte, sowie dessen Mitarbeitern vom Bauamt und Bauhof und den vielen freiwilligen Helfern. Sie unterstützten die Handwerksbetriebe unter anderem bei den Rohbau-, Zimmer- und Pflasterarbeiten. „Die Ausführung der Elektro-, Heizungs-, Klempner-, Dachdecker-, Decken- und Malerarbeiten erledigten wir in fast vollständiger Eigenleistung. Jeder hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingebracht.“ Mit dem Gebäude werde das Notfall-Management zum Schutz und für die Sicherheit der Welleringhäuser Bürgerschaft weiter verbessert.

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörten Landrat Dr. Reinhard Kubat, der betonte, dass Welleringhausen jetzt gut für die Zukunft gerüstet ist; Pfarrerin Gisela Grundmann, die auf die direkte Nachbarschaft zur 1000 Jahre alten Abrahamskirche verwies und Gottes Segen für das Haus und alle, die hier Dienst tun, erbat; Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl, der das Gebäude als unverzichtbaren Teil der Infrastruktur herausstellte; der Vizepräsident des hessischen Landesfeuerwehrverbands, Dr. Christoph Weltecke, der auf die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements einging, und Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Potthof, der darauf hinwies, dass die Jugendwehr jetzt auch einen Anlaufpunkt hat.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier fanden auch einige Ehrungen statt. Die silberne Sankt-Florians-Medaille erhielt der langjährige Wehrführer Karl Briehl. Der Vorsitzende der Welleringhäuser Feuerwehr, Heinrich Behlen, überreichte ihm als Dank einen Reisegutschein.

Das goldene Brandschutzehrenzeichen für 40-jährigen aktiven Dienst wurde Hans-Werner Wagner (Rattlar) verliehen, das silberne Brandschutzehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst Ralf Becker (Welleringhausen). Anerkennungsprämien erhielten Mario Albiez für zehn- sowie Gerhard Köchling und Jürgen Trachte für 30-jährigen aktiven Feuerwehrdienst. Ludwig Behlen, der der Wehr seit 70 Jahren angehört, konnte an der Feier nicht teilnehmen. Seine Ehrung wird nachgeholt. Stefan Behlen erhielt seine Ernennungsurkunde als neuer Wehrführer. Von Ulrike Schiefner

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