Korbach

Grüne Lunge, blaue Färbung

- Korbach. Die grüne Lunge der Kreisstadt hat eine neue Färbung. Im großen Ententeich des Stadtparks haben sich Blaualgen vermehrt und ausgebreitet. Für Enten und Menschen besteht keine Gefahr.

Das Wetter ist schuld. Weil es in den vergangenen Wochen kaum geregnet hat, konnten sich die Cyanobakterien im Gewässer rasend schnell vermehren. Während sich die Korbacher gemütlich ein Eis in der nahe gelegenen Fußgängerzone schmecken ließen, breiteten sich die Blaualgen, die offiziell zu den Bakterien zählen, nach und nach aus. Das Ergebnis der Zellteilung ist im Stadtpark zu sehen. Statt des klaren Wassers dümpelt momentan eine milchige undurchsichtige Brühe vor sich hin. Den Enten scheint die Veränderung nichts auszumachen. „Die Belastung wird wieder niedriger, wenn es mal ordentlich regnet“, ist Bauhofleiter Friedhelm Schmidt zuversichtlich, dass sich das Problem bald sprichwörtlich in Luft auflöst.Mit der Chemiekeule gehen die Stadtmitarbeiter nur ungern vor, erklärt Schmidt: „Dann müssten wir die Enten umsiedeln. Womöglich riskieren wir dadurch sogar ein großes Entensterben.“Seit Montag vergangener Woche haben die Gärtner der Stadt die Lage im Blick. „Allzu häufig passiert so etwas nicht in Korbach. Aber wir kontrollieren regelmäßig alle Teile der Stadt“, beruhigt Schmidt die Kreisstädter.Neben dem ausbleibenden Regen und steten Sonnenschein in diesem Sommer hat Stadtmitarbeiter Schmidt einen weiteren Grund für die Vermehrung ausgemacht: die Parkbesucher. „Die Enten werden bei uns überdimensional gefüttert. Die Leute meinen es gut. Allerdings sinken die Futterstücke, die die Enten nicht auffressen können, auf den Boden.“ Dort gärten sie unbehelligt vor sich hin und förderten so die Entstehung der Blaualgen.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Samstag, 7. August.

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