Welches Pflaster in der Fußgängerzone verlegt werden soll, musterten Stadtverordnete auf dem Bauhof

Grundsätzlich grau

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Pflaster im Blick: Stadtverordnete, Bürgermeister Klaus Friedrich, Bauamtsleiter Stefan Bublak sowie Hanse-Vorsitzender Jürgen Tent trafen sich zum Testtermin auf dem Bauhof. Als Favorit gilt das im römischen Verbund verlegte Material, dessen Farbmischung eigens für die Hansestadt in Auftrag gegeben wurde.Fotos: Kobbe

Korbach - Gut ein Dutzend Stadtverordnete haben am Mittwoch Pflastersteine unter die Lupe genommen, mit denen künftig die Fußgängerzone ausgestattet werden soll. Vier Musterflächen standen auf dem städtischen Bauhof zu Testzwecken zur Verfügung. Die Entscheidung, welches Material zum Einsatz kommt, treffen die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung am 26. März.

Grundsätzlich grau: Diese Vorgabe aus dem städtischen Bauamt folgend, konnten die Tester vier ähnliche Betonstein-Varianten unter die Füße nehmen. Wichtige Gesichtspunkte waren dabei die Rutschfestigkeit, vor allem bei überfrierender Nässe und Schneematsch, sowie die Frage, ob Verschmutzungen durch Zigarettenkippen oder Kaugummis dauerhafte Spuren hinterlassen. Geprüft wurde auch, ob Oberfläche und Fugenbreite geeignet sind, sie mit hochhackigen Schuhen zu überqueren.

„Grau strahlt Ruhe aus und bildet so einen angenehmen Kontrast zu den farbigen Schaufenstern“, plädierte Bürgermeister Klaus Friedrich noch einmal für die getroffene Farb(vor)auswahl. Zudem passe das im römischen Verband verlegte Pflaster gut zu den Gestaltungselementen wie Pergola und Fahrradständern, sei ideal für Plätze geeignet und mit der angerauten Edelspittoberfläche den Laufeigenschaften der Räder von Kinderwagen und Rollatoren angepasst, erklärten Abteilungsleiter Stefan Bublak und Michaela Wilke vom Bauamt.

Der Magistrat hatte die Musterflächen bereits am Montag betreten können und sich auf einen Favoriten geeinigt. Dieses Material verspricht lange Haltbarkeit und kostet inklusive Unterbau bis zur Tragschicht und Verlegung 60 Euro pro Quadratmeter.

Zunächst sollen mit dem ausgesuchten Material die Stellflächen des neuen Parkplatzes an der Kalkmauer, für den gerade das Parkdeck abgerissen wird, und der Berndorfer Tor-Platz gepflastert werden. Das neue Pflaster dient zugleich als Muster für die Einkaufsmeile in der Zukunft. Die vom Hersteller speziell angefertigte Mischung dann auch für schrittweise Erneuerung des Belags der Fußgängerzone zu verwenden, wäre laut Bauamtsleiter Bublak im wahrsten Sinne des Wortes „naheliegend“. Im Frühjahr geht es dann, so die Planung, mit der „Möblierung“ der Tiefebene weiter. Vorm Eiscafé am Berndorfer Tor wird etwa die kleine Treppe samt Blumenrabatte weggerissen und durch ein steinernes Podest ersetzt. Dies soll künftig als Bühne dienen bei Festen und Veranstaltungen. 300000 Euro zur Erneuerung hat die Stadt für 2015 eingeplant, in den kommenden Jahren sollen millionenschwere Investitionen folgen.

Von Thomas Kobbe

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