Evangelischer Kindergarten erhält Anbau mit Multifunktionsraum · Bauarbeiten bis zum Jahresende

Grundstein für größeren „Regenbogen“

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Grundstein für kindgerechten An- und Umbau gelegt: Mädchen und Jungen aus dem „Regenbogen“ halfen kräftig mit und steuerten selbst gemalte Baustellen-Bilder und Legosteine für die Zeitkapsel bei, die Planer Jürgen Kepplin (2.v.r.) versenkte.

Korbach - Mehr Platz und mehr Plätze gibt es künftig im Kindergarten „Regenbogen“. Die evangelische Tagesstätte erhält einen zweigeschossigen Anbau, für den gestern der Grundstein gelegt wurde.

Das einstöckige Gebäude in der Berliner Straße stammt aus den 1950er-Jahren. Mehrfach renoviert, ist es inzwischen in die Jahre gekommen. Neben der Sanierung des Bestandes (etwa 280 Quadratmeter) umfasst das Bauvorhaben einen zweigeschossigen Neubau mit insgesamt rund 480 Quadratmetern, der an die Ostseite des bestehenden Gebäudes angeschlossen wird. An der Straßenseite entsteht außerdem ein 60 Quadratmeter großer Multifunktionsraum, in dem die Kinder turnen oder gruppenübergreifende Aktionen stattfinden.

Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten dauern. Investiert wird eine Million Euro. Mit 350 000 Euro beteiligt sich die Stadt an den Baukosten. Das Bundesfamilienministerium unterstützt das Vorhaben mit 180 000 Euro, weil zwölf neue U 3-Plätze entstehen. Der Landkreis steuert 200 000 Euro bei. Aus Mitteln der Landeskirche werden 270 000 Euro finanziert. Ab Jahresende stehen dann bis zu 87 statt bisher 64 Betreuungsplätze zur Verfügung. Weil die Bauarbeiten erhebliche Beeinträchtigungen im Betrieb mit sich bringen, sind während der Sommerferien Ausweichquartiere im Johannes-Gemeindehaus in der Karpatenstraße und im Kindergarten Laake gebucht.

„Groß und Klein freuen sich auf das neue Haus, das kindgerecht ausgestattet, hell und geräumig sein wird“, betonte Kindergartenleiterin Silke Jähn. Bürgermeister Klaus Friedrich wies auf die vielfältige „Kindergarten-Landschaft“ mit insgesamt 14 Tagesstätten in Korbach hin. Zwei Einrichtungen werden von der evangelischen Kirche getragen. „Für diese Partnerschaft sind wir sehr dankbar“, unterstrich Friedrich die „wertvolle pädagogische Arbeit“ der Erzieherinnen.

Als einen „wichtigen Meilenstein“ in der 2012 mit ersten Planungen gestarteten Bauphase bezeichnete Fritz Willems, Vorsitzender des evangelischen Stadtkirchen-Vorstandes, den gestrigen Tag. In die von Mitarbeitern einer Adorfer Baufirma gemauerte Grundstein-Einfassung legte der Korbacher Planer Jürgen Kepplin eine Patrone, die außer den Bauplänen und einer aktuellen WLZ-Ausgabe auch gemalte Bau-Bilder der Kinder und Legosteine enthielt. Pfarrer Oliver Okun stellte den 127. Psalm in den Mittelpunkt seiner Andacht: „Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ (tk)

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