Schlafsysteme sollten passgenau auf den Körper abgestimmt sein

Unterfederung wichtig für guten Schlaf

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Die zertifizierte Schlafberaterin Sophie Valentin vom Bettenhaus Brack bei der Anpassung eines Schlafsystems. Die Unterfederung sei mehr als die Liegefläche einer Matratze. Dementsprechend solle sie Funktionen besitzen, die eine Abstimmung auf Körper und Matratze ermöglichen. 

Zum guten Schlaf trägt entscheidend das passende Bettsystem bei. Dieses zu finden, ist gar nicht so einfach, „denn die körperlichen Voraussetzungen und die Schlafbedürfnisse sind bei jedem Mensch anders“, sagt die zertifizierte Schlafberaterin im Fachgeschäft Betten Brack in Korbach.

Um das individuell passgenaue System finden zu können, sei die genaue Untersuchung des Körpers Voraussetzung. Im Schlafen Spezial Magazin 2018 heißt es: „Damit wir schlafen können, müssen wir uns hinlegen. Zum einen, weil für den Schlaf auch die Muskeln entspannt werden müssen. Zum anderen, weil die Bandscheiben als Verbindungselemente zwischen den Wirbeln unserer Wirbelsäule entlastet werden. Diese arbeiten tagsüber vergleichbar wie eine Hydraulik. Sie sind es, die uns beweglich machen, für Sitzen, Bücken, Gehen, Stehen und Springen. Bei Bewegung verlieren die Bandscheiben Flüssigkeit, die nur im Liegen, während des Schlafs, wieder aufgenommen werden kann. Unser Körper weiß das. Daher versucht er immer eine Liegeposition zu finden, in der die Wirbelsäule optimal gerade, spannungsfrei und gemäß ihrer natürlichen Form gelagert ist. Nur dann haben die Bandscheiben die Möglichkeit, sich zu erholen. Dabei können wir unseren Körper aktiv unterstützen. Mit der richtigen Matratze stellen wir sicher, dass der Körper weich, ohne Druckstellen, komfortabel ruhen kann.“ 

Die richtige Entlastung

Eine mit entscheidende Funktion habe die Unterfederung, denn sie ermögliche es, an den wichtigen Körperschwerpunkten wie im Becken- und Schulter-, aber auch im Lendenbereich für die richtige Entlastung oder Unterstützung zu sorgen“, erklärt Sophie Valentin. Doch woran erkennt man eine gute Unterfederung? „Sie lassen sich individuell einstellen, wie eine Maßanfertigung, die auf den Körper zugeschnitten ist. Damit erhält die Matratze genau den Raum, den sie braucht, um die darauf liegende Schulter exakt so weit einsinken zu lassen, dass die Wirbelsäule gerade bleibt“, so die Expertin. 

Mit einer Anhebung der Unterfederung im Bereich der Lordose (Lendenwirbel) könne beispielsweise exakt ein Hohlkreuz ausgeglichen werden, damit an dieser Stelle die Wirbelsäule nicht durchhängt. Auch beim Becken könne wie bei der Schulter auf den Zentimeter genau eingestellt werden, wie tief es in die Matratze einsinken soll. Matratze und Unterfederung ergänzen sich also zu einer Einheit. Beides zusammen bildet die Grundlage, seiner Wirbelsäule die notwendige Erholung zu gönnen.   

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