Korbach:

Häuser lieber kaufen als neu bauen

- Korbach. Viele Zahlen, Tabellen und Grafiken finden sich im neuen Immobilienmarktbericht. Sie erzählen von immer weniger Bauherren, vom Wertverfall der Häuser auf dem Land und von neuen Möglichkeiten, sich hier trotzdem ein Zuhause zu schaffen.

Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen, ein Kind zeugen: Was der Volksmund einst als die drei höchsten Ziele eines Mannes betitelte, ist aus der Mode geraten. „In Waldeck-Frankenberg lohnt es sich eher, ein Haus zu kaufen, als eines zu bauen“, erklärte Udo Böhle vom Amt für Bodenmanagement bei der Vorstellung des Immobilienmarktberichtes am Mittwoch. Diese Einsicht gehört zu den wesentlichen Schlüssen, die die Experten nach ihren Untersuchungen gezogen haben. Alle Kaufverträge des vergangenen Jahres gingen in Kopie an den Gutachterausschuss. Der erstellte aus diesen Daten schließlich den zweiten Immobilienmarktbericht. 131 Bauplätze sind demnach im vergangenen Jahr verkauft worden, 70 Prozent weniger als noch 2001. Das habe vor allem mit dem demografischen Wandel zu tun. „Wer heute auf dem Land baut, hat schon beim Einzug einen Wertverlust von mehr als 50 Prozent“, erklärte Karl-Hermann Frese, Vorsitzender des Gutachterausschusses, „das ist wie beim Auto“. Vor allem auf den Dörfern haben Häuslebauer schlechte Karten. Bauplatzpreise würden wegen teurerer Erschließung leicht steigen, der Wert von Immobilien aber sinken, die Nachfrage deshalb auch.

Mehr in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 7. Oktober.

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