Korbach: Wirtschaftsprüfer rechnet mit Mehrkosten von zwei Millionen Euro

Hallenbad droht teurer als geplant zu werden

Korbach - Von acht auf zehn Millionen Euro: So stark könnten die Kosten für Sanierung und Erweiterung des Korbacher Hallenbades ansteigen. Das ist das Ergebnis einer von der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) in Auftrag gegebenen Sonderprüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Projektleiter Friedhelm Schmidt und Generalplaner Klaus Meyer zweifelten die Zahlen am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung an.

"Ich stelle diese Zahlen absolut in Frage", sagte Schmidt, der auf die bislang vorliegenden Schlussrechnungen mit einem Volumen von 900.000 Euro verwies. "Sie liegen fünf Prozent unter dem, was veranschlagt war."

Der Kampf gegen die Keimbelastung in der Trinkwasseranlage des Bades wird unterdessen weitergeführt. Inzwischen seien die Rohre auch mit Pilzen befallen, sagte EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller. Das Hallenbad werde bis Herbst geschlossen bleiben. Kleiner Lichtblick für die Schwimmer: Das Freibad soll vor dem ursprünglich für Mitte Juni geplanten Termin eröffnet werden.

Strittig bleibt die Ursache für Korrossionserscheinungen und Flugrost am Edelstahlbecken. Laut Schaller kommt möglicherweise ein Konstruktionsfehler der Badewasserfilterung in Frage, der dafür sorgt, dass die Salzkonzentration ansteigt. Generalplaner Meyer wies den Vorwurf zurück.

Später mehr bei wlz-fz.de

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