Läden hatten sogar Einbußen – Hanse: Es geht um Nachhaltigkeit

Korbacher Kaufleute hatten wenig Umsatz während des Hessentags

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Waldeck-Frankenberg. Der Hessentag hat für viele Korbacher Einzelhändler keine zusätzlichen Einnahmen gebracht, sondern ihnen in den zehn Festtagen eher Umsatzrückgänge beschert. Das ergab eine Umfrage unserer Zeitung bei heimischen Händlern.

Lediglich das Modehaus Manhenke verzeichnete laut Geschäftsführer Rainer Ueberson spürbar höhere Umsätze. „Wir hatten Hessentags-Shirts im Programm und sogar einen Body-Painter. An den großen Veranstaltungsplätzen haben wir zudem Bändchen mit Rabatt-Aktionen verteilt“, sagt Ueberson.

„Der Hessentag war für den Umsatz ein Desaster – zumal wir schon in der langen Baustellenphase im Vorfeld des Landesfestes deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten“, sagt dagegen Klaus-Peter Hauptfleisch vom gleichnamigen Schreibwarenladen. „An den ersten drei Fest-Tagen hatten wir einen Stand mit Hessentags-Souvenirs aufgestellt. Doch die Besucher sind durch die Fußgängerzone direkt zum Festgelände gelaufen. Da ist niemand stehen geblieben.“

Weniger los als sonst war während des Hessentags auch in der Metzgerei Ludwig Tent. „Das hatten wir aber erwartet, beim Landefest 1997 in Korbach was das auch so. Die Leute kommen nicht zum Einkaufen, sondern zum Feiern in die Stadt“, sagt Lore Tent. Norbert Jacobsmeier (Schuhaus Vaupel) sagt: „Trotz unserer Hessentags-Rabatte lief es umsatztechnischnichts nicht so gut. Unsere hohen Erwartungen – gerade nach der Baustellenzeit – wurden nicht erfüllt.“ Jacobsmeier geht aber davon aus, dass durch des neue Erscheinungsbild der Fußgängerzone die Umsätze jetzt wieder nach oben gehen werden.

Davon ist auch Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse, überzeugt: „Der Hessentag wird sich nachhaltig positiv für den Handel auswirken. Korbach hat Werbung in eigener Sache gemacht, das wird sich durch steigende Besucherzahlen in den nächsten Jahren bemerkbar machen.“ Das glaubt auch Regina Engelhardt Böse von der Parfümerie Aurel: Viele Auswärtige haben gesagt, dass sie wiederkommen.“

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