Stadt führt digitales System ein – Münz-Einwurf bleibt aber weiter möglich

Handyparken ab 1. Dezember in Korbach

Freuen sich über das Handyparken in Korbach ab dem 1. Dezember: (von links) Bürgermeister Klaus Friedrich, Büroleiter Ralf Buchloh, Jürgen Tent (Vorsitzender der Korbacher Hanse) und Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. In den kommenden Tagen sollen noch Infotafeln angebracht werden, die hier schon mal präsentiert werden.
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Freuen sich über das Handyparken in Korbach ab dem 1. Dezember: (von links) Bürgermeister Klaus Friedrich, Büroleiter Ralf Buchloh, Jürgen Tent (Vorsitzender der Korbacher Hanse) und Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland. In den kommenden Tagen sollen noch Infotafeln angebracht werden, die hier schon mal präsentiert werden.

Korbach – Die Kreis- und Hansestadt Korbach schlägt beim Thema „Parken“ auch einen digitalen Weg ein. Zwar bleibt die Möglichkeit bestehen, an den Automaten der rund 1000 bewirtschafteten Parkflächen im Stadtgebiet das Ticket mit Münzen zu bezahlen. Zusätzlich dazu wird es ab dem 1. Dezember aber auch noch das „Handy-Parken“ geben. Die Nutzer können ihren Parkschein hierbei bequem über das Smartphone buchen und bezahlen. Dabei kooperiert die Stadt mit „smartparking“, einer Initiative für digitale Parkraumbewirtschaftung. Geschäftsführer dort ist der frühere Hamburger Erste Bürgermeister Ole von Beust.

Die kommenden Tage will die Stadt Korbach dafür nutzen, an den Parkscheinautomaten noch entsprechende Informationstafeln anzubringen. Darauf werden das neue, digitale Verfahren vorgestellt und die Nutzung erklärt.

„Es hat sich gezeigt, dass immer mehr Menschen das Handyparken nutzen. Es war für uns daher völlig klar, dass wir diesen zusätzlichen Service auch in Korbach einrichten werden“, sagte Carsten Vahland, Leiter des Ordnungsamtes bei der Vorstellung des neuen Systems. Bürgermeister Klaus Friedrich wies darauf hin, dass die Gebührenstruktur gleich bleibe – das Parkticket werde also weder günstiger, noch teurer.

Für Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse, ist das Handyparken ein weiter Aspekt zur Stärkung des innerstädtischen Einzelhandels. „Das System hat einen ganz entscheidenden Vorteil. Wenn meine Parkzeit zur Neige geht, ich mich allerdings noch in einem Geschäft befinde, muss ich den Laden nicht extra verlassen, um Münzen nachzuwerfen. Ich kann über mein Smartphone wunderbar noch ein weiteres Parkticket buchen.“ Dadurch erhöht sich laut Jürgen Tent die Chance, dass Menschen länger in der City und in den Geschäften bleiben.

Die Stadt Korbach hat sich bei nach Auskunft Carsten Vahlands bei dem Handy-Parksystem für eine sogenannte „Plattformlösung“ entschieden, bei dem dem jeweiligen Nutzer eine ganze Reihe von App-Anbietern zur Verfügung stehe.

„Man kann den Anbieter also frei wählen“, sagt der Ordnungsamtsleiter und Bürgermeister Klaus Friedrich fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Als weltoffene Hansestadt war es uns wichtig, dass alle europäischen Marktführer in Korbach aktiv sein können.“

Hinzu kommt laut Friedrich, dass Korbach oft Ziel von Tagestouristen aus der Region ist. Für die Gäste sei es daher wichtig, eine einmal genutzte App auch problemlos in Korbach anwenden zu können.

„Kann der Holländer, der Schwede oder auch der Bayer oder der Sachse seine bekannte App auch im Urlaub nutzen, fühlt er sich sofort heimisch und angekommen“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Jeder Nutzer könne sich damit das für ihn passende Angebot auswählen. Je nach Parkverhalten (Vielparker/Wenigparker) könnten unterschiedliche Abrechnungsvarianten gewählt werden. Die Konditionen könnten somit individuell definiert werden. „Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts punktet Korbach mit einer weiteren innovativen und bürger- und gästeorientierte Serviceleistung“, betont Klaus Friedrich.

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