Einsatz in Israel über Freiwilligen-Organisation

Hannah Kriebel aus Korbach arbeitet ein Jahr in Kita in Tel Aviv

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Ein Jahr Tel Aviv: Hannah Kriebel. 

Korbach – Das Abitur hat sie in der Tasche, Ende August geht es für Hannah Kriebel nach Israel. Die Korbacherin wird dort für ein Jahr in einer Kita in Tel Aviv einen Freiwilligendienst ableisten.

Am 26. August geht Hannah Kriebels Flieger nach Israel, dann geht es für sie zunächst für eine Einführung nach Haifa. „Dort werde ich auch die Leute kennen lernen, mit denen ich zusammenwohnen werde“, sagt Kriebel. Zwei bis drei Freiwillige teilen sich stets ein Schlafzimmer in einem Appartement. Ab Anfang September wird sie in einer Kindertagesstätte arbeiten, die von der Frauenorganisation WIZO betrieben wird (siehe Hintergrund). Sie wird den Erziehern dort helfen und mit den Kindern lernen, mit ihnen essen und spielen. Gesprochen wird Englisch.

Bisher hat sie noch nicht mit Kindern gearbeitet, berichtet Kriebel. Doch sie habe Spaß am Umgang mit Kindern und sie wollte unbedingt ihren Freiwilligendienst in diesem Bereich absolvieren. Um nicht ganz unerfahren nach Israel zu gehen, wird sie vorher noch ein fünftägiges Praktikum in einer Korbacher Kindertagesstätte machen.

"Ich möchte etwas Gutes tun"

Dass sie nach dem Abitur ins Ausland wollte, war für die 18-Jährige schon länger klar. Dass es Israel würde, hat sich durch Zufall ergeben. Ihr Ziel war es, außerhalb der EU Erfahrungen zu sammeln. Über den Internationalen Bund ist sie dann auf die Kitas in Israel aufmerksam geworden. „Das hat mir sofort gefallen. Ich möchte in der Zeit etwas Gutes tun“, sagt sie. „Außerdem finde ich das Land mit seiner Geschichte sehr interessant.“

Sicherheitsbedenken habe sie nicht, auch wenn sie weiß, dass es im Land immer wieder Spannungen gibt. Im Land sei man auf den Fall der Fälle gut vorbereitet, eine App informiere sie über mögliche Gefahren. „Ich habe kein unsicheres Gefühl“, sagt die Korbacherin.

Unterstützerkreis aufbauen

Das Jahr wird für Hannah Kriebel aber nicht nur aus Arbeit bestehen. Wenn sie Urlaub hat, wird sie in Israel herumreisen und Land und Leute kennenlernen. „Ich will möglichst viel sehen vom Land.“ Nach Deutschland kommt sie deshalb zwischendurch nicht.

Eine Unterkunft stellt die Organisation, die den Freiwilligendienst organisiert. Auch Frühstück und Mittagessen wird sie bekommen. Um die Verpflegung an den Abenden und Wochenenden muss sie sich selbst kümmern. Finanzieren wird sie das von einem Taschengeld, das sie bekommen wird.

Dennoch muss sie noch einen Unterstützerkreis aufbauen, der ihren Freiwilligendienst und die Arbeit von WIZO unterstützt. 3000 Euro muss sie aufbringen. Wer Hannah Kriebel finanziell helfen möchte, kann sie per E-Mail kontaktieren unter hannah.kriebel@gmx.de. Unterstützer bekommen eine Spendenquittung und werden regelmäßig über ihre Arbeit informiert.

Die WIZO

Die WIZO (Women’s International Zionist Organisation) betreut rund 14 000 Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahre in 172 Kindertagesstätten in Israel. Insgesamt unterhält die Frauenorganisation dort etwa 800 Institutionen wie Schulen, Jugendclubs, Altersheime und Beratungsstellen.

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