Friedrich August von Kaulbach als Zeichner

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Zeichnung von Friedrich August von Kaulbach: "Mein Großonkel August Kaulbach" (1881)

Das zeichnerische Werk von Friedrich August von Kaulbach ist noch bis 9. Juli im Arolser Schloss zu sehen. Die Bilder geben Einblicke in die damalige Welt von Adel und Bürgertum.

Friedrich August von Kaulbach, 1850 in München geboren, war ein Sohn und Schüler des Hannoveraner Hofmalers Friedrich Kaulbach. Er besuchte die Kunstschule in Nürnberg, ging dann nach München.

Studienaufenthalte führten ihn nach Italien und Paris. 1886 ließ er sich in München nieder und wurde als Nachfolger Karl Theodor von Pilotys Akademiedirektor und vom Prinzregenten geadelt. Um sich frei seiner Arbeit widmen zu können, legte er 1891 dieses Amt nieder. Im Jahr 1893, zum zwanzigjährigen Jubiläum der Künstlervereinigung „Allotria“, zu deren Gründungsmitgliedern Kaulbach gehörte, wurden seine Karikaturen zur Münchner Kunstszene, erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. Am 26. Januar 1920 starb er in seinem Sommeratelier in Ohlstadt bei Murnau.

Stilistisch verband er die Kunst Makarts und der französischen Malerei mit der Schulung an den alten Holländern. Er war ein hoch geschätzter Maler seiner Zeit und porträtierte das wohlhabende Münchner Bürgertum, Vertreter des europäischen Hochadels, der internationalen Finanzwelt sowie der Theater- und Kunstwelt. Er residierte in seiner Münchner Villa als „Malerfürst“.

Zeichnung von Friedrich August von Kaulbach: "Verschiedene Studien"

In der Ausstellung werden Zeichnungen Friedrich August von Kaulbachs unter verschiedenen Themen wie Porträtstudien, Landschaft, Tierstudien, Handstudien, Porträtskizzen aus der Familie sowie Karikaturen vorgestellt. Die Zeichnungen werden aus dem Nachlass des Künstlers ausgewählt und sind bisher zum größten Teil der Öffentlichkeit verborgen geblieben.

Die Ausstellung ist vom 6. Mai bis 9. Juli 2017 geöffnet, mittwochs bis samstags 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr, Sonntagsführungen um 11.15 Uhr, Info 05691/ 625734, www.museum-bad-arolsen.de

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