Die „Kleine Museumsnacht“ lädt zum Kennenlernen und Genießen ein

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Die „Kleine Museumsnacht“ in Bad Arolsen am Samstag, 1. Juli, bietet ein facettenreiches Programm und viele kulinarische Genüsse. Hier ein Überblick.

Die Künstlerin Dorit Croissier setzt sich immer aufs Neue mit dem Ort auseinander, entwickelt aus dem Vorgefundenen Architektur, Geschichte und Proportionen. Auf diese Gegebenheiten reagiert Dorit Croissier und inszeniert Spielräume mit Installationen Skulpturen und Objekten.

Fürst Friedrich von Waldeck und Pyrmont nutzte die kostbar ausgestattete Dreiflügelanlage des Schreiberschen Hauses als Clubund Gesellschaftshaus. Nach der Überlieferung verschiedener Reisender liebte Friedrich das Spiel, das sicher auch im Schreiberschen Haus stattfand.

Friedrich August von Kaulbach als Zeichner 

Das zeichnerische Werk des Malerfürsten der aus Arolsen stammenden Malerfamilie, steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Schloss (noch bis 9. Juli). Friedrich August von Kaulbach. 1850 in München geboren, war ein Sohn und Schüler des Hannoveraner Hofmalers Friedrich Kaulbach und Großneffe des Historien- und Porträtmalers und Illustrators Wilhelm von Kaulbach.

In der monographisch ausgerichteten Ausstellung werden Zeichnungen Friedrich August von Kaulbachs aus unterschiedlichen Themenbereichen und Techniken gezeigt. Ausgeführte Zeichnungen, Entwürfe, Skizzen und Studien zu den Themen Porträt, Landschaft, Tiere, Hände, Porträtskizzen aus der Familie sowie Karikaturen führte Kaulbach in Bleistift, Kreide, Tusche, Rötel, Aquarell oder Gouache aus. In der Ausstellung wird Rupert Eichler die Besucher der Museumsnacht porträtieren. Die Intervention im Christian-Daniel- Rauch-Museum gestaltet der Bildhauer Dietrich Klinge. Seine Skulpturen, vor dem Marstall und im Inneren des Museums präsentiert, stehen im Dialog oder Diskurs zu den Skulpturen des Klassizismus. Wie Christian Daniel Rauch arbeitet Klinge mit dem Material Bronze. Seine Grundformen entwickelt er aus grob bearbeiteten Holzstämmen. Im Festsaal des Schreiberschen Hauses laden Dora Michel und Claudia Zinserling zu „voice meets piano“ ein. Die Musikerinnen sind Preisträgerinnen diverser Musikwettbewerbe. Die Mixtur aus Pop, Folk, Jazz und Blues gehen unter die Haut – sanft und wild zugleich.

Zwischen den Museumshäusern bietet PasParTouT improvisatorische Figurentheater-Produktionen mit Livemusik. Aufgeplusterte Streitgockel und zickige Glucken balgen sich um die leckersten Körner und schönsten Misthaufen. „Groove Juice“ spielt die Musik der 40er Jahre mit Hits von Louis Armstrong, Benny Goodman, Ellington und dem jungen Sinatra. Interessant ist auch ein Abstecher zum „Historicum 20“. Dahinter verbirgt sich ein Dokumentationszentrum im Stabsgebäude der ehemaligen Kaserne. Am Oberen Alleefeld hinterließen die Zeitläufe deutlich sichtbar ihre Spuren und deshalb bot sich hier die besondere Gelegenheit, an einem authentischen Ort exemplarisch die Entwicklung der Residenz- und Garnisonsstadt zwischen 1867 und 1994 darzustellen.

Im Hof des Kaulbach-Hauses wird schließlich eine Bildhauerschule eingerichtet. Die Mitmachwerkstatt steht in diesem Jahr unter dem Thema „Herzstück“. 

Eintritt: 8 bzw. 6 Euro, für Kinder frei. Info: Tel. 05691/ 625734, www.museum-badarolsen. de

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