Malerinnen Beate Heinemann und Lydia Conradi eröffnen gemeinsame Ausstellung

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„Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“, sang Piratentochter Pippi Langstrumpf. Diese Worte gingen Beate Heinemann durch den Kopf, als sie einen Namen für ihre gemeinsame Ausstellung suchte.

„Ich mal mir meine Welt“, heißt die Schau mit dutzenden Bildern, die sie Dienstag im Korbacher Bürgerhaus eröffnet haben.

„Wenn ich male, schalt ich ab und bin voll in dem, was ich da schaffe“, berichtet Beate Heinemann. Mehr als 50 solcher kleinen gemalten Welten, in die sie eingetaucht waren, stellen die beiden Korbacherinnen aus. Die meisten Werke hat Beate Heinemann beigesteuert, sie malt seit vielen Jahren - da viel die Auswahl schwer.

Das Meer im Bild festgehalten

Aus ihrer Sammlung ins Bürgerhaus geschafft haben es vor allem Landschaftsbilder: „Für die habe ich eine Vorliebe - ich liebe das Meer“, erklärt sie. Küsten, Flüsse und Seen machen einen Gutteil ihrer Werke aus. Sie arbeitet am liebsten mit Kohle, aber auch in Acryl, Pastell und Aquarell stellt sie Werke aus; gerade hat sie begonnen, auch mit Öl zu arbeiten - eine Landschaft im Stil des bekannten Bob Ross ist dabei.

Urlaubsfotos stehen im Mittelpunkt einiger Bilder: Die Welt um das Motiv herum hat Beate Heinmann malerisch ergänzt. Dazu kommen Korbacher Ansichten in Kohle, Tiere, Pflanzen und Stillleben. Sie malt, seit sie 28 Jahre alt ist. Technisch weit vorangekommen sei sie, seit sie mit dem Korbacher Zeichenzirkel arbeitet. Mit ihm hat sie auch schon ausgestellt.

Von Musik berührte Bilder

Lydia Conradi malt seit zehn Jahren und stellt zum ersten Mal aus - beweist mit ihrer Reihe an Bildern aber Fantasie. Motive aus der Musik, Blumen und Landschaften ergänzt sie um getrocknete Pflanzen oder Muscheln; in einem Fall sogar um ein festhängendes Uhrwerk.

Ihre Sammlung an Werken verbindet sie mit einer selbst geschriebenen Kurzgeschichte darüber, wie Musik die Welt belebt. Sie sei nun mal begeisterte Sängerin: „Musik ist meine Sache“, sagt die Korbacherin, die ihre Bilder als Lydel signiert..

Bürgermeister Klaus Friedrich gratulierte bei der gut besuchten Eröffnung zum Mut, sich mit dem, was die Malerinnen in der Stille für sich geschaffen haben, einem breiten Publikum zu stellen. „Kunst macht eine Gesellschaft lebendig und offen; eine Stadt liebenswert und schöner“, befand er.

Die Ausstellung ist bis zum 15. März täglich im Korbacher Bürgerhaus zu sehen. Montag bis Freitag steht es von 14 bis 20 Uhr offen, Samstag und Sonntag von 12 bis 16 Uhr. Eintritt frei.

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