Unterhaltsamer Rundgang durch die 1000-jährige Geschichte Korbachs

Zwischen den Mauern der alten Hansestadt

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Korbach hat eine lange Historie. Spannende Einblicke bekommen die Gäste bei einem interaktiven Rundgang „Zwischen den Mauern“ mit zehn Stationen.

Wir schreiben das Jahr 1414. Am Tag vor Himmelfahrt, es ist der 16. Mai, haben die Korbacher Bürger Veranlassung, ein besonderes Fest zu feiern: Nach jahrzehntelanger Arbeit konnte die Stadtbefestigung endlich fertiggestellt werden!

Nach der Vereinigung von Alt- und Neustadt im Jahr 1377 beschloss man, beide Städte, die bereits mit einer eigenen Mauer umgeben waren, mit einer zweiten, gemeinsamen Mauer zu sichern. So entstand der doppelte Mauerring. Zwischen den Mauern befanden sich Wälle und Gräben. Die Innenmauer wurde von einem Wehrgang aus verteidigt, die Außenmauer durch noch vorhandene Schießscharten. Zahlreiche Türme, die zum Teil bis heute erhalten sind, dienten den wehrhaften Bürgern als Verteidigungsbastionen. Durch fünf Tore konnte man die Stadt betreten oder verlassen.

Zeugnisse des Mittelalters

Der doppelte Mauerring gehört heute mit den beiden gotischen Hallenkirchen, den steinernen Lagerhäusern der Hansekaufleute mit ihren Treppengiebeln und dem Rathaus von 1377 mit Rolandfigur zu den am besten erhaltenen Zeugnissen der mittelalterlichen Stadt.

Ganz modern ist dagegen der interaktive stadtgeschichtliche Rundgang „Zwischen den Mauern“. Hier ist der Name Programm: Der 2,1 km lange Rundweg führt zwischen den zwei mittelalterlichen Stadtmauern einmal um die historische Altstadt. Start ist direkt am Wolfgang-Bonhage-Museum. Auf zehn Stationen erfahren Besucher Interessantes und Kurioses aus der Stadtgeschichte und lernen die vielen modernen Facetten Korbachs kennen. Zwischendurch laden Cafés und Restaurants in der Altstadt zum Verweilen ein.

Ein Infoflyer gibt es im Museum und in der Tourist-Information im Rathaus.

Noch mehr Geschichte(n) aus Korbach gibt es in der interaktiven App „Schatzsuche“ der GrimmHeimat NordHessen (für Android und iOS erhältlich). Zu jeder Station des Rundwegs enthält die App zusätzliche Informationen, Märchen und Sagen aus der Stadtgeschichte und eine Rätselfrage. Wer alle Fragen richtig beantwortet, kann sich in der Tourist-Information eine kleine Überraschung abholen.

Info: grimmheimat.de/schatzsuche oder scannen Sie den QR-Code. Dort können Sie die kostenlose App „Schatzsuche in der Heimat der Brüder Grimm“ herunterladen.

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