Abschied nach 24 Jahren im Amt mit mehr als 300 Gästen

Harald Plünnecke wird Ehrenbürgermeister in Vöhl

Vöhl - Nach 24 Jahren im Amt haben die Vöhler ihren Bürgermeister am Freitagabend verabschiedet. Mehr als 300 politische Freunde und Gegner, Weggefährten und Vertreter aus Verbänden und Vereinen waren bei der Abschiedsfeier für Familie Plünnecke in der Henkelhalle dabei.

24 Jahre nach seiner Vereidigung nahm Harald Plünnecke am Freitagabend offiziell seinen Hut. "Ich melde mich ab, der Kapitän verlässt die Brücke", verkündete er nach fünf Stunden sichtlich bewegt. Zuvor hatten politische Weggefährten und Freunde ihrem Bürgermeister einen berührenden, aber nicht weniger humorvoller Abschied beschert. Vor vollem Haus eröffnete der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Karl-Heinz Stadtler, die offizielle Sitzung, die aber an diesem Tag nur einen Punkt hatte: die Verabschiedung. Zur Abstimmung allerdings ging es trotzdem, den CDU, SPD und FDP stellten den letzten gemeinsamen Antrag in der Amtszeit von Harald Plünnecke: Sie schlugen vor, den langgedienten Rathauschef zum Ehrenbürgermeister zu machen. "Es gab lebhafte Diskussionen in all den Jahren", erinnerte Heinrich Heidel (FDP), der den Antrag begründete, "doch die Bevölkerung hat dir in drei Wahlen immer wieder ihr Vertrauen ausgesprochen und das verdient Anerkennung". Letzlich sei es Plünnecke immer darum gegangen, für die Gemeinde etwas umzusetzen, bescheinigte Heidel dem Bürgermeister. "Das Gesamtwerk stimmt". Mit vier Enthaltungen bei den Grünen und der Freien Wähler, stimmten die Gemeindevertreter dem Antrag zu und kürten Harald Plünnecke zum neuen Ehrenbürgermeister der Gemeinde.

Ehrungen und Auszeichnungen folgten in den kommenden Stunde viele - von der Bundeswehr bis zur Feuerwehr. Originell und ehrlich zeigten sich die zahlreichen Redner und zeichneten das Bild von einem Bürgermeister, der zuweilen aufbrausend für die Sache kämpfte, aber der sich in 24 Jahren auch mit Leib und Seele für die Entwicklung seiner Gemeinde eingesetzt hat. "Er scheint schon immer da gewesen zu sein", erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat schmunzelnd, "und man meinte, er würde für immer bleiben". Doch das Steuerrad übergab Plünnecke am Freitagabend symbolisch an seinen Nachfolger Matthias Stappert. Pünktlich zum anstehenden Rentenalter hat sich Plünnecke nicht mehr zu Wahl gestellt. Am Freitagabend zog er Bilanz und dankte vor allem Ehefrau Bärbel, Sohn Thomas und Tochter Melanie - alle drei feierten in der großen Runde mit. (resa)

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Montag, 18. November 2013.

2223855

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare