400 kleine Studenten unternehmen mit Kinderuni spannende Reise nach Hogwarts

Harry Potter und die Chemie - Video online

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- Korbach (resa). Ein Schwingen des Zauberstabs genügt und Wasser beginnt zu leuchten, Luft zu brennen und Styropor löst sich auf: In der Kinderuni drehte sich Mittwochnachmittag alles um die Chemie – und um Zauberlehrling Harry Potter.

Tim traut seinen Augen nicht. Der Stofflappen in der Flamme fängt zwar Feuer, verbrennt aber nicht. Als die Flammen erlischen, ist das Tuch unversehrt. „Das verstehe ich nicht“, murmelt der Neunjährige, der unter den vielen kleinen Zauberlehrlingen in der Stadthalle zu den kreativsten gehört. Um seinen Hals hat er eine schmucke, rote Fliege gebunden. Auf seinem Kopf sitzt ein schwarzer Zauberhut, in der Hand hält er einen Zauberstab, er trägt einen schwarz-roten Umhang und in seinem Gesicht blitzt ein Bart.

Viele der fast 400 kleinen Studenten, die in der Stadthalle die Geheimnisse um Harry Potters Zauberlabor lüften wollen, haben sich selbst in kleine Zauberlehrlinge verwandelt. Bei Professor David-Samuel Di Fuccia sind sie da in bester Gesellschaft. Denn der Chemieprofessor aus Kassel kommt selbst im schwarzen Zaubermantel. Mit „Flohpulver“ katapultieren sich die kleinen und großen Wissenschaftler der Kinderuni direkt in die Zauberschule Hogwarts und machen sich hier den Phänomenen aus den Harry-Potter-Büchern auf die Spur. Sie begegnen Lehrern und Haustieren, die vielen Kindern längst aus den Büchern bekannt sind – es kracht, dampft und brennt.

Mal lassen der Professor und sein Team Luftballons in grünen Flammen aufgehen, dann dampft plötzlich ein kalter Kessel. Im nächsten Moment bringen die Chemiker unscheinbare Flüssigkeiten zum Leuchten oder verwandeln gelbe in rote Farbe. Immer hat Professor David-Samuel Di Fuccia eine passende Geschichte aus den Harry-Potter-Büchern parat, lässt die Kinder mit erzählen und mit rätseln. Die Auflösungen für die unerwarteten Phänomene gibt es erst nach der Rückkehr aus der Zauberschule. Dann nämlich macht sich der Professor, wieder im weißen Kittel, gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach Erklärungen. Er erzählt ihnen von Kupfersalz, das die Flammen grün färbt und erklärt, dass Wasserstoff explodiere, wenn es mit Luft in Berührung kommt – das erklärt die explodierenden Ballons.

Bleibt für Tim am Ende vor allem die eine Frage: „Warum verbrennt der Lappen nicht?“ Der Kasseler Wissenschaftler löst das Rätsel: Wird Stoff erst in Wasser und dann in Spiritus getunkt, brennt er zwar, wird aber nicht zu Asche. „Können wir das auch mit unsern Hausaufgabenheften machen“, fragt ein Pfiffikus in der ersten Reihe. Di Fuccia schmunzelt: „Na, die Hausaufgaben stehen aber nachher immer noch im Heft“, stellte er fest, „denn sie verbrennen ja nicht.“ Die Chemie zwischen den Kindern und ihrem Dozenten stimmt.

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