Vasbeck

Hausnotruf gibt Tag für Tag Sicherheit

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- Diemelsee - Vasbeck (nv). Ein langes Leben in den eigenen vier Wänden wünschen sich viele Wal­deck-Frankenberger. Der Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes hilft Senioren sowie kranken und behinderten Menschen, sich diesen Wunsch zu erfüllen – denn die Technik gibt Betroffenen und Angehörigen Sicherheit.

„Seien Sie nicht beunruhigt, Ihr Hausnotruf-Gerät ruft Hilfe herbei“, schallt eine elektronische Stimme durch Hildegard Schäfers Hausflur. Die 81-jährige Vasbeckerin hat den Sender gedrückt, den sie als Kette um den Hals trägt. Wenige Augenblicke später meldet sich ein Mitarbeiter der Leitstelle Waldeck-Frankenberg über den Lautsprecher des kleinen grauen Kastens, der in der Diele der Diemelseerin angeschlossen ist.

„Frau Schäfer, hier ist der Hausnotruf, haben Sie mich erkannt?“, fragt der Notruf-Experte aus dem Korbacher Kreishaus, dessen Computermonitor anzeigt, wer den Hilferuf abgesetzt hat. An dieser Stelle bricht Bernd Fischer, Ansprechpartner für den Hausnotruf-Dienst des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen, den Test ab und erklärt: „Insbesondere Senioren haben ab und zu Vorbehalte gegenüber Technik, aber der Hausnotruf funktioniert ganz einfach“.

Hildegard Schäfer bestätigt dies: „Ich höre die Ansagen bis in mein Schlafzimmer im Obergeschoss. Das beruhigt mich sehr.“ Seit ihr Mann 2004 gestorben ist, lebt die gehbehinderte und nach eigenen Angaben gesundheitlich angeschlagene Seniorin allein in ihrem Haus. „Zweimal bin ich gefallen, und weil meine Nachbarn alle berufstätig sind, war es nicht einfach, Hilfe zu rufen“, blickt die Vasbeckerin zurück. „Das hat mich bewogen, mich abzusichern.“

Als ihre Familie sie aus Sorge auf den Hausnotruf-Dienst aufmerksam macht, zögert die gebürtige Südhessin nicht lange. „Wir sind vor vielen Jahren wegen des Flughafenausbaus in Frankfurt hierher gezogen, und ich möchte noch lange hier leben“, begründet sie ihre Eigeninitiative. Ein Anruf beim DRK, eine Einweisung durch Bernd Fischer und „es läuft alles tadellos“, will Hildegard Schäfer ermutigen, sich helfen zu lassen.

In gut drei Jahren hat sie den Notruf zweimal ausgelöst, Sicherheit gibt er ihr aber jeden Tag. „Ohne den Sender um den Hals gehe ich nicht einmal zum Briefkasten“, lächelt die alte Dame.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 29. Oktober.

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