Korbach

Helfen und „Freude erleben“

+

- Korbach (tk) Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 24. Mai 1991, wurde die Vereinigung der Waldecker Landsenioren gegründet. Das 20-jährige Bestehen feierten die Mitglieder am Mittwoch in der Stadthalle Korbach.

. „Einander helfen – Freude erleben“, das ist das Motto der 1986 gegründeten Deutschen Landseniorenvereinigung. Ins Leben gerufen wurde der Verband vom Nestor der deutschen landwirtschaftlichen Sozialversicherung, Dr. Kurt Noell, der aus Holzhausen bei Homberg stammt. Im Wal­decker Land entstand die regionale Unterorganisation fünf Jahre später. Dem als gemeinnützig anerkannten Verband gehören etwa 300 Landsenioren an. Zu Beginn der Festveranstaltung stimmten die rund 250 Gäste gemeinsam das Lied „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ an.

Vorsitzender Karl Schmidt (Dehausen) begrüßte zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen die Vertreter der landwirtschaftlichen Organisationen, und Landsenioren aus den Nachbarkreisen. Der Korbacher Stadtrat Günter Schlund bezeichnete die Landsenioren „als gutes Beispiel dafür, wie ältere Menschen Initiative zeigen“. Heinz Brühmann, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Waldeck, der mit Geschäftsführer Dr. Christof Nüsse und Kreislandwirt Fritz Schäfer an der Feierstunde teilnahm, ging in seinem Grußwort auf den gewaltigen Strukturwandel ein, dem die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten ausgesetzt war. Bei allen negativen Folgen haben die Veränderungen aber auch dazu geführt, dass die ältere Generation über mehr Freizeit verfüge, die dank der Aktivitäten der Landsenioren gemeinsam gestaltet werden könne.

Welchen Aufgaben sich der Verband widmet, umriss Gertrud Köhler, die Präsidentin der hessischen Landsenioren. Sie erinnerte aber auch daran, dass Gründervater Noell seinerzeit mit Widerständen zu kämpfen hatte. Denn die etablierten landwirtschaftlichen Organisationen betrachteten die neue Konkurrenz zunächst mit Skepsis. „Inzwischen wissen alle, was sie aneinander haben“, stellte die Präsidentin fest. So habe sich die Landseniorenvereinigung „zur sozialen Selbsthilfegruppe im dritten Lebensabschnitt entwickelt“ und leiste „vortreffliche Arbeit“.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Donnerstag, 26. Mai

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare