Schausteller auf der Korbacher Hauer ziehen gemischte Bilanz

Herbst auf dem Markt

Korbach - Gemischte Gefühle und durchwachsene Resonanz gab es am Wochenende beim Korbacher Herbstmarkt.

Klar, die Zeiten, in denen Jahrmärkte zu Tausenden in die Budengassen locken, sind vielerorts vorbei. Das weiß auch Heinz-Jürgen Eckel, der mit seinem historischen Tier-Karussell zum Korbacher Markt gehört wie Zuckerwatte und Popkorn. Überall in Deutschland geht die Resonanz bei kleinen Jahrmärkten zurück, die großen Veranstaltungen dagegen laufen weiterhin gut. Im Waldecker Land lässt sich dieser Trend untermauern: Der Bad Arolser Viehmarkt ist weiterhin ein Publikumsmagnet, der Herbstmarkt in der Hansestadt Korbach hat zu kämpfen.Dabei stand die Hauer verstärkt im Blickfeld: Am Samstag rief Conti zum Familienfest mit Fußballturnier und Aktionen, an beiden Wochenendtagen präsentierte sich die heimische Wirtschaft zudem in und um die Stadthalle zur Regionalmesse des Naturparks Diemelsee. Doch bis auf den Autoskooter knipsten am Samstag die Schausteller spätestens gegen 22.30 Uhr die Lichter aus.

Die Bilanz bei den Schaustellern ist gemischt. In „Flipper“ und „G-Force“ als rasanten Angeboten blieben viele Plätze leer. Heinz-Jürgen Eckel war hingegen durchaus zufrieden. Gleiches gilt für Otto Kaiser mit seiner „Crêperie“. Der 51-Jährige Düsseldorfer ist seit 32 Jahren in Korbach, schon seine Eltern waren mit einer Pony-Reitbahn hier. „Korbach ist Kultur“, betont Kaiser, der auf seine zahlreichen Stammgäste unterm Pavillonzelt vertraut.Ein Gedanke: Vielleicht könnte just eine Zeile mit historischen Karussells in Zukunft für neues Leben auf dem Marktgelände sorgen. Von Jörg Kleine

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