Stadt ist zufrieden

Korbach zahlt 2,5 Millionen Euro für Hessentag - Defizit etwas geringer als erwartet 

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Das Riesenrad beim Hessentag in Korbach.

Korbach. Mit 845 000 Besuchern war der Hessentag vom 25. Mai bis 3. Juni in Korbach ein Erfolg für die Veranstalter. Das zehntägige Landesfest hat aber wohl auch finanziell die Erwartungen erfüllt: Nach einer ersten Hochrechnung muss die Stadt 2,466 Millionen Euro hinzuschießen.

Damit ist das Defizit etwas geringer als kalkuliert. Die finale Abrechnung des Hessentags solle im Frühjahr 2019 vorliegen, sagte Korbachs Hessentagsbeauftrager Karl-Helmut Tepel am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss.

Auf einige Rechnungen wartet die Stadt noch, etwa für die Musikverwertungsrechte (GEMA). Doch schon jetzt steht laut Tepel fest: „Das Ziel von einem ursprünglich kalkulierten Zuschussbetrag von 2,5 bis drei Millionen Euro wird auf jeden Fall eingehalten.“ Der Hessentagsbeauftragte hält sogar ein noch besseres Ergebnis, als es die Hochrechnung ergeben hat, für möglich.

Nach Angaben der Stadt lagen die Aufwendungen für den Hessentag bei rund 9,361 Millionen Euro, die Erträge, darunter ein Landeszuschuss über 2,5 Millionen Euro, Sponsorengelder und Einnahmen aus dem Ticketverkauf, bei etwa 6,895 Millionen Euro.

Dem Defizit gegenüber stehen weitere Fördermittel für die Stadt: 6,5 Millionen Euro vom Land stehen als Zuschüsse für Infrastrukturprojekte in Korbach im Rahmen des Hessentags bereit. Dazu zählt etwa der bereits abgeschlossene Umbau des Bahnhofes.

Insgesamt hat das Land 2018 das Förderpaket für die Ausrichtung des Hessentags und die Infrastruktur von zehn auf neun Millionen Euro reduziert. Korbach hatte auf den engeren Finanzrahmen reagiert und unter anderem die Open-Air-Arena verkleinert. Künftige Hessentagsstädte müssen den Gürtel noch enger schnallen: Ab 2019 wird der Betrag auf acht Millionen Euro gedeckelt, darin enthalten sind zwei Millionen für die Ausrichtung. 

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