Korbach

Hessentagschef zur Visite in Korbach

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- Korbach (jk). Als möglicher Gastgeber für einen Hessentag bietet Korbach gute Voraussetzungen. Der Hessentagsorganisator Heinrich Kaletsch aus der Wiesbadener Staatskanzlei war am Mittwoch zur ersten Inspektion in der Kreisstadt.

Für die hessische Landesregierung ist Tempo angesagt in Sachen „Hessentag“. Vellmar hat sich als Gastgeber für das Landesfest 2013 kurzfristig zurückgezogen (wir berichteten). Und möglichst bis Mitte September will die Wiesbadener Staatskanzlei diese Lücke schließen. Im Zweifel könnte das südhessische Bensheim als gesetzter Gastgeber für 2014 einfach ein Jahr eher in die Bresche springen. So lobt denn auch Hessentagsorganisator Heinrich Kaletsch die guten Vorbereitungen in Bensheim.

Das allerdings würde den üblichen Turnus beim Landesfest durchkreuzen: Der regelmäßige Wechsel zwischen Süd-, Mittel- und Nordhessen gehört von jeher zum Konzept des Hessentags.Idealerweise wäre für 2013 also eine Stadt in Nordhessen willkommen. Als mögliche Kandidaten sind dabei auch Korbach, Bad Wildungen und Kassel im Gespräch. Vorige Woche war Kaletsch zum Vorgespräch in Kassel, am Freitag geht es nach Bad Wildungen – und am Mittwoch nahm er sich einen Tag in Korbach Zeit.

Dass Korbach einen Hessentag erfolgreich ausrichten kann, weiß Kaletsch nur zu gut. 1997 verwirklichten die Staatskanzlei und die Kreisstadt einen „Hessentag der kurzen Wege“, der bis heute Nachhall findet – in Korbach wie in Wiesbaden.Kaletsch ging mit Bürgermeister Klaus Friedrich und Mitarbeitern aber zunächst in Klausur, um zu sondieren, ob sich die Stadt für 2013 überhaupt eignet. Gemeinsam ging es mit Kaletsch auf Inspektionstour durch Korbach: Altstadt, Hauer, Allee, Freilichtbühne, Freiflächen hinterm Südring, Logistik, Versorgung mit Strom und Wasser – rein von der Infrastruktur ließe sich ein zweiter Hessentag der kurzen Wege augenscheinlich in Korbach verwirklichen.

Doch tiefer ließ sich Kaletsch nicht in die Karten gucken: „Wir haben eine Vielzahl an Bewerbungen und werden intensiv prüfen“, erklärte er auf WLZ-Nachfrage. „Konstruktive Gespräche in sympathischer Atmosphäre“, bestätigte der Bürgermeister. Die Inhalte will er zunächst mit Magistrat und Fraktionen besprechen.

Aufgabe für die möglichen Gastgeberstädte ist nun, eine Liste mit Förderprojekten zu erstellen – die im Wiesbadener Finanzministerium beleuchtet werden kann. Danach müssen die Städte dann bilanzieren, ob sie sich für den Hessentag 2013 bewerben. Um konkrete Projekte, Entscheidungen und Zuschüsse ging es beim gestrigen Treffen mit Kaletsch aber nicht. Dafür ist es im Dialog mit den anderen möglichen Hessentagsbewerbern noch zu früh.

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