Korbach: Betrüger in der Fußgängerzone

Mit Heuchelei Abos andrehen

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Korbach - Sie setzen auf die Hilfsbereitschaft Ahnungsloser und locken mit sozialem Engagement. In Korbach versuchen Mitarbeiter eines Verlags, der auch vor Gericht bereits bekannt ist, mit irreführenden Mitteln, Abonnements an Passanten zu bringen.

Der Mann, der Sandra Büscher in der Korbacher Fußgängerzone anspricht, gibt sich als Mitarbeiter einer sozialen Organisation aus. Er helfe straffällig gewordenen Jugendlichen wieder Fuß zu fassen, in dem sie Zeitschriften an Haushalte austragen. Doch um kontrollieren zu können, ob die Zeitschriften auch wirklich ankommen, sei er auf hilfsbereite Bürger wie sie angewiesen.

Es ist eine Masche, die Polizei und Verbraucherschutz bereits bekannt ist. Mitarbeiter eines Verlags versuchen über irreführende Angaben und die Gutgläubigkeit der Menschen, Zeitschriften-Abonnements zu verkaufen, ohne dem „Kunden“ zu sagen, dass er dafür zahlen muss.

Wie im Fall von Sandra Büscher. Die 30-jährige Waldeckerin wird Anfang der Woche in der Korbacher Einkaufsstraße von einem jungen Mann angesprochen. Sie solle bei ihm eine einmalige Ausgabe einer Zeitschrift bestellen und später in einem Formular ausfüllen, ob das Heft auch bei ihr angekommen ist. Damit unterstütze sie indirekt jugendliche Problemfälle. Als der junge Mann ihre Daten auf einem Abonnement-Formular einträgt, wird Sandra Büscher stutzig. Er habe kein anderes Formular dabei, aber es handele sich nicht um den Abschluss eines Abos versichert ihr der „sehr höfliche und freundliche“ Mann, wie sie sagt. Sie lässt sich das Formular geben und unterschreibt nicht. „Ansonsten hätte ich zwei Monate gratis die Zeitschrift erhalten, die darauffolgenden zwölf Monate aber bezahlen müssen“.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 17. Februar.

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