Knut Stolle aus Bad Wildungen übernimmt Leitung im Sportcamp bei Harbshausen

„Hier sollen die Leute lachen“

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Knut Stolle hat die Leitung im Sportjugendcamp am Edersee bei Harbshausen übernommen. Der 29-Jährige lebt mit seiner Familie in Bad Wildungen.

Vöhl-Harbshausen - Es sei sein absoluter Traumjob, sagt Knut Stolle. Er könne die meiste Zeit draußen verbringen und gemeinsam mit seinem Team für Kinder und Jugendliche die schönste Zeit im Jahr gestalten - die Ferien. Seit Anfang März ist der 29-Jährige neuer Leiter des Sportjugendcamps am Edersee.

Noch ist es ganz still im Sportjugendcamp am Edersee. An den Wochenenden kehren die Gäste bereits nach Harbshausen zurück, unter der Woche widmet sich das Team aber noch den Vorbereitungen. „Ich freu mich sehr darauf, wenn die Saison beginnt und es hier wieder voll wird“, sagt Knut Stolle. Es ist seine erste Saison im Sportjugendcamp - zumindest seine erste als Campmanager. Seit Anfang des Monats sitzt der 29-Jährige auf dem Chefsessel. Aber ums Sitzen geht es in seinem Job eigentlich kaum.

Uferstreifen gepachtet

Knut Stolle ist Sportler, immer in Bewegung und hat tausend Ideen im Kopf für das Camp. „Ich habe meine Kindheit im Kanu verbracht“, sagt er lachend, „und dieses Camp zu führen, ist für mich ein Traum.“ Als Ute Sauer im vergangenen Jahr ihren Rücktritt bekannt gab, bewarb sich Stolle auf die Stelle. Das Camp kannte er und die Erfahrung brachte er aus seinem Studium an der Sporthochschule und seiner Arbeit als selbstständiger Trainer mit. Mit seiner Familie lebt er in Bad Wildungen, die Region ist zu seinem Zuhause geworden. Und für den neuen Job im Sportcamp habe er dann auch die geliebte Arbeit als Freiberufler aufgegeben.

„Wenn ich morgens über die Straße am See her fahre und gerade die Sonne aufgeht, dann weiß ich, dass das genau der richtige Ort für mich ist“, sagt er. Der See, die Natur, die besondere Architektur des Camps, die vielseitigen Sportmöglichkeiten dort und die Arbeit mit viel Herz und dem Blick für die Nachhaltigkeit entsprechen seiner Lebensphilosophie. „Und hier die schönste Zeit des Jahres mit Kindern und Jugendlichen zu verbringen, das macht unseren Job aus“, sagt Stolle.

Für den hat er bereits Pläne: Die Sportjugend hat den Uferstreifen am See gepachtet. „Diesen Bereich wollen wir im Laufe des Jahres gestalten“, sagt Stolle. Wie das genau aussehen könnte, verrät er noch nicht. Das Wassersportangebot will er weiterentwickeln. „Im Moment liegen hier Boote rum“, sagt er, „ich wünsche mir mehr Boote und auch ein breiteres Angebot.“ Auch Fahrräder könnten ins Programm aufgenommen werden, sagt der Mountainbiker. Auch für die Schüler, die mit Klassenfahrten ins Camp kommen, will er das Angebot ausbauen. „Sie können bald ein Komplettpaket buchen“, kündigt er an. Nicht Sportskanonen sollen dann das Camp wieder verlassen, sondern glückliche Urlauber. „Mir ist es wichtig, dass die Menschen hier lachend durchs Camp laufen“, sagt er. Dabei setzt er auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Nationalpark.

12 500 Übernachtungen

Von rund 12 500 Übernachtungen geht Stolle in diesem Jahr aus. „Wir wünschen uns, diese Zahl auch wieder zu steigern“, sagt er. Von Mai bis September seien die Buchungszahlen bereits gut - alte Camp-Hasen kehren nach Harbshausen zurück und neue Gruppen versuchen ihr Glück.

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