Usseln

Hilfe für hungernde Kinder in Afrika

- Willingen-Usseln (bk). Solidaritätsbekundung mit streikenden Berufskollegen und wirksame Hilfe für hungernde Kinder: 170 Bauern verzichteten zwei Tage lang auf ihr Milchgeld und ermöglichten damit eine Milchpulverspende.

Die Aktion kommt Kindern zugute, die in den afrikanischen Krisengebieten akute Not leiden: 130 Biomilchlieferanten der Upländer Bauernmolkerei und 40 Mitglieder der Milcherzeugergemeinschaft Sauerland und Umgebung, die konventionelle Milch ohne den Einsatz von Gentechnik produzieren, stehen voll hinter der großzügigen Milchpulverspende. Oliver Moldenhauer („Ärzte ohne Grenzen“), der Aufsichtsratsvorsitzende der Upländer Bauernmolkerei, Josef Jacobi, Geschäftsführerin Karin Artzt-Steinbrink und der Vorsitzende der Milcherzeugergemeinschaft Sauerland, Franz-Josef Dohle, stellten das Projekt am Donnerstag in Usseln vor und informierten über die Hintergründe. Die 170 Milchbauern erklärten im September ihre Solidarität mit den streikenden Berufskollegen in verschiedenen europäischen Ländern. „Aber wir wollten die Milch nicht wegkippen“, so Bio-Bauer Josef Jacobi. Also entschlossen sich die Milchlieferanten, die an zwei Tagen produzierte Milchmenge auf andere Weise vom übervollen Markt zu nehmen. Dabei handelte es sich immerhin um rund 194 000 Liter (144 000 Liter aus dem Bereich der Upländer Bauernmolkerei, 50 000 Liter von den Mitgliedern der Sauerländer MEG). Diese Milchmenge ergab insgesamt 15 675 Kilogramm Milchpulver im Wert von rund 45 000 Euro. Das Milchpulver wurde der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ zur Verfügung gestellt.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Freitag, 6. November 2009.

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