Im Korbacher Krankenhaus gibt es seit zwei Jahren eine eigene Palliativ-Einheit

Hilfe in letzter Lebensphase

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Brigitte Saure, Palliativ-Pflegefachkraft, kümmert sich um eine unheilbar kranke Frau.  

Korbach. Im Korbacher Krankenhaus gibt es seit zwei Jahren in der Medizinischen Klinik eine Palliativeinheit. 129 Schwerstkranke wurden seitdem dort betreut.

Unheilbar kranke Menschen im Waldecker Land werden während ihrer letzten Lebensphase überwiegend ambulant versorgt. Möglich ist das durch ein kreisweit engagiertes Palliativ- und Hospiznetzwerk mit speziell ausgebildeten Medizinern und Pflegefachkräften. Sie unterstützen Schwerstkranke und Sterbende dabei, ihre letzten Monate, Wochen und Tage mit einer möglichst hohen Lebensqualität zu erleben, ohne unnötig leiden zu müssen.

Auf die ambulante Versorgung vorbereitet werden einige von ihnen seit zwei Jahren im Korbacher Krankenhaus. Dort gibt es in der Medizinischen Klinik seit November 2013 eine eigene Palliativeinheit mit zwei wohnlich gestalteten Patientenzimmern. Ganzheitlicher Ansatz Seitdem wurden dort 129 Frauen und Männer betreut – meist Menschen mit austherapierten Krebserkrankungen, erklärt Oberarzt Kai Tammoscheit.

Dort bestimmen sie den Ablauf des Tages; ihre Bedürfnisse stehen im Vordergrund, erklärt Brigitte Saure, Palliativ-Pflegefachkraft. Bis zu zwei Wochen werden die Patienten dort allumfassend und mit viel Einfühlungsvermögen umsorgt: Mit ganzheitlichem Ansatz kümmert sich ein Team von Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen um sie – Ärzte, Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten, Psychologen, aber auch Seelsorger und Sozialarbeiter werden eingebunden.

In der Palliativeinheit werden sie stabilisiert, bis sie nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung entlassen werden können. „Ziel ist also, die Patienten wieder in die ambulante Versorgung zurückzubringen“, sagt Chefarzt Dr. Arved-Winfried Schneider.

Mehr lesen Sie in der Zeitungsausgabe der Waldeckischen Landeszeitung am Donnerstag, 5. November 2015.

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