Adorfer Schüler sammeln 3450 Euro für Nepal

Hilfe von Schule zu Schule

+
Schüler der MPS Adorf haben 3450 Euro für die Hilfe nach dem Erdbeben in Nepal gesammelt.Foto: Wilhelm Figge

Diemelsee-Adorf - Eifrig haben Adorfer Schüler an die Haustüren in ihrer Gemeinde geklopft, um mit Spenden die Not nach dem Erdbeben in Nepal zu lindern. Aus erster Hand sollen sie bald erfahren, wie ihre Anstrengungen in die Tat umgesetzt werden.

Schüler der Mittelpunktschule (MPS) Adorf haben 3450 Euro für die Hilfsanstrengungen in Nepal gesammelt. Knapp anderthalb Wochen sind die rund 25 Schüler durch die Gemeinde Diemelsee gezogen und haben kleine wie große Geldspenden gesammelt.

Rund 25 Schüler sammeln für Hilfe bei fernem Problem

„Sie haben den Blick über den Tellerrand gewagt“, freut sich die stellvertretende Schulleiterin Eva Drilling über den Einsatz für Erdbebenopfer in 6600 Kilometern Entfernung. Einzelne Spenden lagen im Bereich von 100 bis 200 Euro, das Zählen der vielen Beträge erforderte Hilfe durch die Mitarbeiter der Wal­decker Bank. „Die Kinder sind fleißig gelaufen“, fasst Christine Kotthoff zusammen, die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats.

Nepal-Helfer berichtet im Juli von Arbeit im Himalaya

Die Vertretung der Mütter und Väter hat Kontakt zu Thomas Meier, ehemals Schüler in Adorf und heute Mitarbeiter bei der Hilfsorganisation „Provide“.Die Ersthilfe nach dem Erdbeben ist mittlerweile vollbracht, derzeit stellt die Organisation große Zelte auf, die für ein bis drei Jahre als Klassenzimmer dienen sollen. „Hilfe von Schule zu Schule - das passt doch“, sagt Christine Kotthoff.

Im nächsten Monat besucht Thomas Meier seine alte Heimat und seine ehemalige Schule. „Er erzählt euch dann haargenau, wofür ihr gesammelt habt“, verspricht Elternbeiratsvorsitzender Markus Gerstengarbe den Schülern. Auch Eltern sind zu dem Vortrag herzlich eingeladen, ein genauer Termin steht noch aus.

Abseits der Katastrophenhilfe kümmert sich „Provide“ um sozialdiakonische Projekte in Asien und Afrika. Dazu gehören technische Beratung, Entwicklungshilfe, Sozialarbeit und interkulturelle Zusammenarbeit.

Von Wilhelm Figge

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare