Korbach

Historische Schätze zu Tage gefördert

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- Korbach (resa). Auf ungeahnte historische Schätze ist Jörg Eicken in den vergangenen Jahren gestoßen: Auf der Suche nach alten Darstellungen der Kiliansorgel für eine Ausstellung am Wochenende hat der Korbacher uralte Fotos gefunden, die spannende Geschichten erzählen.

Aufwändig wird der unbekannte Fotograf 1843 auf der Empore der Kilianskirche sein Gerüst aufgebaut haben. Mit viel Chemie, Mühe und Materialaufwand wird er dann das Foto vom Chorraum gemacht haben – von der Hesse-Orgel, die später links neben dem Chorraum gebaut wurde, gab es da noch keine Spur. Und die drei Könige hatten da noch ihren Platz rechts neben dem Chorraum. Der Fotograf hinterließ damit ein Zeitdokument, dass Jörg Eicken dieser Tage das Herz schneller schlagen lässt.

Auf seiner Suche nach alten Orgel- und Kiliansbildern ist er auf eine alte Postkarte gestoßen. Und bei näherem Hinsehen hat er ihren historischen Wert entdeckt. Und so ist das schlichte Bild der sonnendurchfluteten Kirche zum Glanzstück der schmucken Ausstellung geworden, die Jörg Eicken am Samstag in der Kilianskirche eröffnet.

Eine Reise durch die Zeit können Besucher mit den Fotos, Malereien und Schrifstücken unternehmen. Ein altes Foto von Wilhelm Stremme erinnert an die Hesse-Orgel, eine bisher weitgehend unbekannte Radierung von Willi Tillmans gewährt einen Blick auf die Kilianskirche und ein Kupferstich von Wilhelm Dilich von 1605 lädt den Besucher zur Fehlersucher ein. Auch warme Zeichnungen von Clara Rudolf finden ihren Platz. Ganz moderne, aber vor allem historische Ansichten des Kilians aus den vergangenen 440 Jahren machen die Ausstellung zu einem Juwel.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 13. April

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