Sparkassen-Zentrale energetisch saniert und mit neuer Fassade ausgestattet

Hochhaus fit für „weitere 40 Jahre“

Korbach - Energie einsparen, den Wert des Gebäudes erhalten, die Arbeitsplatzqualität verbessern und die Korbacher Silhouette verschönern: Mehr als drei Millionen Euro hat die Sparkasse Waldeck-Frankenberg in ihr stadtbildprägendes Hochhaus am Nordwall investiert.

Als „Herkulesaufgabe“ bezeichnete Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Michael Bott die energetische Sanierung und die Neugestaltung der Fassade des 40 Jahre alten Bauwerks. Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit bilanzierte er gestern zusammen mit Vorstandsmitglied Heinz-Robert Behle: „In aller Bescheidenheit dürfen wir sagen: Es ist gut gelungen.“

Die insgesamt 4000 Quadratmeter umfassende Fassade wurde zur Hälfte mit weißen und grauen Aluminium-Glattblechen verkleidet. Diese dienen als Wetterschutz und gleichzeitig auch als Gestaltungselement. An der süd-westlichen Seite des Gebäudes, vom Erdgeschoss bis zum zweiten Obergeschoss, wurde auf insgesamt 800 Quadratmetern ein Wärmedämm-Verbundsystem angebracht. Zur Fassadengestaltung der Gebäudeseite zum Nordwall ist bis zum zweiten Obergeschoss ein Naturstein verarbeitet. Der Kuacker-Muschelkalk stammt aus einem Steinbruch in Kirchheim, süd-östlich von Würzburg.

370 neue Fenster

90 Büroräume erhielten insgesamt 370 neue Aluminium-Fenster mit doppelten Flügeln. Der äußere ist einfach, der innere dreifach verglast. Zwischen den beiden Flügeln sind die Jalousien eingebaut, die auf diese Weise auch bei angekündigtem Sturm und Regen heruntergefahren bleiben können und so den Büro-Innenraum ständig vor Sonneneinstrahlung schützen, erläuterte Architekt Rudolf Josephy, Leiter der Bauorganisation bei der Sparkasse. Diese Konstruktion trage deshalb in besonderem Maße zur Verbesserung des Büroklimas bei, weil zirka 80 Prozent der Fensterflächen des Hochhauses nach Süden ausgerichtet sind. Zusätzlich zur Fassade und den Fenstern wurden die gesamte Fläche des Flachdaches und die Blitzschutzanlage komplett erneuert.

Wie fast jeder Hausbesitzer haben auch die Bauherren der Sparkasse die Erfahrung gesammelt: Auch die beste Planung schützt nicht vor Überraschungen und neuen Herausforderungen, die mit den entsprechenden Zeitverzögerungen verbunden sind. Auf eine besondere Art stellte sich dies am Hochhaus heraus. Für die im Rahmen der Bauarbeiten entdeckten Fledermäuse wurden, nach Rücksprache mit dem Naturschutzbund und dem Institut für Tierökologie, insgesamt 29 Kästen als Winter- und Sommerquartier in die Fassade des Aufzugsmaschinenraumes integriert.

Lohnende Investition

„Mit dieser Investition in die Zukunft sehen wir unser Hochhaus fit für mindestens weitere 40 Jahre. Unser finanzielles Engagement von mehr als drei Millionen Euro hat sich gelohnt“, bekräftigte Bott. „Dies wurde uns in den vergangenen Tagen, seit dem auch die letzten Gerüstteile abgebaut sind, mehrfach von den Korbachern und auch deren Gästen bestätigt“, so der Vorstandschef.

Dass auch bei diesem Großprojekt die Aufträge überwiegend an das heimische Handwerk vergeben werden, „war für uns selbstverständlich“, so Bott weiter, „damit leisten wir einen wirksamen Beitrag zur Arbeits- und Ausbildungsplatzsicherung in der Region. Dies wird uns immer wieder von den ausführenden Unternehmen bestätigt.“

Künftig wird die Sparkasse „Investitionen wieder verstärkt in die Vertriebseinheiten lenken“, führte Vorstandsmitglied Heinz-Robert Behle aus: „Nachdem in den letzten zehn Jahren unsere größeren Geschäftsstellen etwa in Frankenberg, Bad Wildungen, Willingen und Bad Arolsen renoviert und modernisiert wurden, stehen in nächster Zeit mehrere mittelgroße Geschäftsstellen an“.

Um den Abschluss der Bauarbeiten zu feiern, lädt die Sparkasse am Samstag, 19. Juli, unter dem Motto „Mit Menschen. Für Menschen“ zu einem erlebnisreichen Tag rund um die Sparkasse am Korbacher Nordwall ein. Das bunte Programm ist für die ganze Familie gestaltet. So gilt es beim Sparkassen-Quiz, sein Wissen zu Themen aus Waldeck-Frankenberg zu testen. Vier bekannte Personen aus dem öffentlichen Leben werden in einer Live-Übertragung auf einer Video-Leinwand ihre Kenntnisse zu regionalen Themen beweisen.

Ausblicke aus der 8. Etage

Per Fernglas oder auch nur mit dem bloßen Auge eröffnen sich Besuchern besondere Perspektiven aus den Fenstern des achten Obergeschosses. Ein Bereich der Festmeile, die sich vom Nordwall über die Hagenstraße bis hin zu den Sparkassen-Parkplätzen erstreckt, wird für die jüngsten Gäste reserviert. Dort gibt es einen Luftballonwettbewerb, die große Hüpfburg, den Wettbewerb im Kistenstapeln und viele weitere Spiele und Aktionen.

Wie Michael Bott und Heinz-Robert Behle abschließend betonten, ist mit der Einladung aber auch ein spezielles Dankeschön verbunden: „Wir möchten uns mit diesem Sparkassen-Fest auch für das Verständnis bedanken, das uns insbesondere die Korbacher Bevölkerung während der Bauzeit entgegengebracht hat.“ (tk)

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